Meine Cousine Rachel

(My cousin Rachel) Großbritannien/USA 2017 – 106 Min. – Regie: Roger Michell. Mit Rachel Weisz, Sam Clafin, Holliday Grainger u.a.
MeineRoger Michells Filme umfassen ein breites Repertoire an Genres – erfolgreiche Liebeskomödien wie "Notting Hill" und "Hyde Park am Hudson", pointierte Thriller wie "Spurwechsel" mit Ben Affleck, aber auch stimmungsvolle Arthouse-Filme wie "Die Mutter" und "Le Weekend". In seiner Adaption des gleichnamigen Romans von Daphne du Maurier inszeniert er eine stimmungsvolle Schauergeschichte im malerischen Cornwall. Rachel Weisz' Rolle der undurchsichtigen Verführerin eines vereinsamten Junggesellens mit vielversprechender Erbschaft ist ihr wie auf den Leib geschrieben.

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Der Waise Philip Ashley (Sam Clafin) ist bei seinem älteren Cousin Ambrose auf einem weitläufigen Gut in Südengland aufgewachsen, in einem innigen Verhältnis, das Frauen anscheinend überflüssig macht. Umso enttäuschter ist der junge Mann, als eine mysteriöse Dame namens Rachel seinen Paten während eines Italien-Aufenthalts völlig in ihren Bann schlägt. Doch Ambrose kehrt nicht mehr zurück, seltsame Briefe mit versteckten Hilferufen schüren Misstrauen, bis Rachel ihren Besuch auf dem Gut ankündigt – und dem eifersüchtigen Philip plötzlich selbst den Kopf verdreht. Nicht umsonst liebte Hitchcock die Vorlagen von Du Maurier ("Rebecca", "Die Vögel") mit ihrer Fülle an ödipalen Konflikten – auch diese Geschichte lebt von der durch das weibliche Geschlecht ausgelöste Ambivalenz, die Rachel Weisz, trotz einiger erzählerischer Unstimmigkeiten, eindringlich zu verkörpern weiß.
Silvia Bahl