Ich wünsche dir ein schönes Leben

(Je vous souhaite d'être follement aimée) Frankreich 2016 - 100 Min. - OmU - Regie: Ounie Lecomte. Mit Céline Sallette, Anne Benoît, Francoise Lebrun u.a.
IchWo kommen wir her, was prägt uns: Die Eltern, die Gene, oder doch eher die Welt, in der wir aufwachsen. Dies sind einige der Fragen, die Ounie Lecomte in ihrem teils sozialrealistischen, teils melodramatischen Film „Ich wünsche dir ein schönes Leben“ streift, der von einer Frau Anfang 30 erzählt, die nach Dünkirchen zurückkehrt, wo sie einst geboren und von ihrer Mutter verlassen wurde.

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Als Physiotherapeutin arbeitet Elisa in der Kleinstadt, ihr Sohn Noé muss sich in der neuen Schule zurechtfinden und wird auf Grund seiner leicht dunklen Hautfarbe für einen Ausländer gehalten. Unterschwellige Vorurteile begleiten den Alltag in Schule und Stadt, Vorurteile die auch Annette teilt, die in der Schule als Putzfrau arbeitet und von den Schülern gehänselt wird. Bald wird Annette Patientin bei Elisa, anfangs entwickelt sich eine gewisse Nähe zwischen den beiden ungleichen Frauen, die eine in Paris aufgewachsen und weltoffen, die andere vom kleingeistigen Wesen der Kleinstadt geprägt und noch im Haus der eigenen Mutter lebend. Schnell wird deutlich, dass es sich bei Elisa und Annette um Mutter und Tochter handelt, auch wenn dieses Geheimnis dem Zuschauer viel früher deutlich wird, als den beiden Frauen selbst.