Life on the Border

Irak, Syrien 2015 – 67 Min. - Regie: diverse.
LifeAllzu lange tobt in Syrien schon ein Krieg, der in der öffentlichen Wahrnehmung oft zu verschwinden oder von anderen Missständen und Konflikten verdrängt zu werden droht. Einen Aspekt des Konflikts zeigt der von Bahman Ghobadi initiierte Film „Life on the Border“ auf, in dem kurdische Flüchtlingskinder ihr Leben in Flüchtlingslagern entlang der syrisch/türkischen Grenze selbst filmen.

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Sieben Kinder, zwischen 12 und 14 Jahre alt, dokumentieren in „Life on the Border“ ihren Alltag in den Flüchtlingslagern von Kobanê und Sindschar, die an der syrisch/türkischen Grenze liegen. Allesamt sind sie Kurden, so wie auch Bahman Ghobadi, in Iran geborener Regisseur, der mit seinen Filmen „Zeit der trunkenen Pferde“ oder „Schildkröten können fliegen“ auf internationalen Filmfestivals viel Erfolg hatte und dieses Projekt initiierte. Zusammen mit seinen Mitarbeitern reiste er in die Flüchtlingslager und drückte den Kindern Digitalkameras in die Hand, mit denen sie Geschichten erzählen sollten. Neues über den Konflikt, das Leid der Flüchtlinge, das Leben in einem der vielen Flüchtlingslagern mag „Life on the Border“ zwar nicht erzählen, aber das wäre angesichts der Vielzahl von Filmen und Fernsehberichten, die seit viel zu vielen Jahren aus dem Kriegsgebiet kommen, auch zu viel verlangt. Es muss also reichen, dass in den sieben Episoden das Bekannte wiederholt wird, das einmal mehr auf das Leid der Zivilbevölkerung aufmerksam gemacht wird, dass auch mit diesem Film dazu beigetragen wird, dass der Syrien-Krieg nicht in Vergessenheit gerät.