Pawlenski — Der Mensch und die Macht

Deutschland 2016 - 99 Min. - Dokumentarfilm von Irene Langemann.
PawlenskiDer russische Politkünstler Pjotr Pawlenski hat sich bei seinen Aktionen den Mund zugenäht, den Hodensack auf dem Roten Platz festgenagelt, ein Ohrläppchen abgetrennt. Es ist die Auseinandersetzung eines mutigen Freigeistes mit der Staatsmacht Russlands. Die Filmemacherin Irene Langemann („Rubljovka – Strasse der Glückseligkeit“), selbst in Russland geboren und aufgewachsen, hat den Ausnahmekünstler und sein Schaffen über einen längeren Zeitraum begleitet.

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Bei den meisten Aktionen tut Pawlenski nichts: Er liegt, steht oder sitzt. Alles was um ihn herum passiert, führen die Vertreter der Macht aus. Pawlenski geht es vor allem darum, zu enthüllen, wie die Macht aus Menschen Objekte macht. Am 9. November 2015 setzt der Künstler die Tür des russischen Geheimdienstes FSB in Brand, um gegen den „staatlichen Terror" zu protestieren. Pawlenski hat es gewagt, gegen die mächtigste Institution des Landes zu rebellieren! Und symbolisch deutlich gemacht, dass in Putins Russland der Geheimdienst das Land regiert.

Der Film zeigt den Politaktivisten Pjotr Pawlenski in seiner Beschäftigung mit der Freiheit des einzelnen Menschen gegenüber der Macht des Staates. Er begleitet den Künstler bei seiner Auseinandersetzung mit der Justiz, der eskalierenden Intoleranz und der Gewalt im heutigen Russland. Der Fall Pawlenski ist einmalig und hat die Weltbühne erreicht.