We Are X

USA/Großbritannien/Japan 2017 – 95 Min. - OmU - Regie: Stephen Kijak.
WeAls X — später als X Japan — ist eine japanische Heavy Metal Band bekannt, die vor allem in ihrer Heimat Millionen Platten verkaufte, aber auch bei einer internationalen Fangemeinde geradezu messianisch verehrt wird. Für diese Fans ist „We are X“ gemacht, den Regisseur Stephen Kijak als Hagiographie auf Bandleader Yoshiki und Sänger Toshi inszeniert.

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Reichlich bizarr muten die Bilder aus den späten 80ern an, die die Phase des größten Erfolgs der Band X Japan dokumentieren: In glitzernden Kostümen, mit Pailletten und Steinchen übersät, hüpfen da fünf Japaner über Bühnen, die im Feuerzauber leuchten. Ihre Haare sind oft einen halben Meter hochtoupiert, die Gesichter wild geschminkt, die dröhnenden, pathetischen Songs tragen Titel wie „Crucify my Love“ oder gar „Forever Love.“ Fast ist man geneigt diese Bilder für eine Satire im Stile von „Spinal Tap“ zu halten, doch X Japan existiert tatsächlich und ist eine Legende — zumindest in ihrer japanischen Heimat. Im Zuge eines Konzerts im legendären New Yorker Madison Square Garden entstanden die meisten der Interviews für den Film, ergänzt durch zahlreiche Archivaufnahmen, die den Erfolgsweg der Band nachzeichnen, vor allem auch die kaum glaubliche Bedeutung, die sie für die japanische Jugend hat. Vielleicht liegt es daran, dass X Japan mit ihrer exaltierten Art, ihrer überbordenden Bühnenshow, ihrem offensiv zur Schau gestellten Exzess so konträr zum meist introvertierten, zurückhaltenden japanischen Wesen funktionieren.