Cobain

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Cobain - 2017 Filmposter
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Cobain ist fünfzehn und, dass er den Namen eines kultisch verehrten Selbstmörders trägt, findet er alles andere als cool. Seine Mutter ist eine drogenabhängige Prostituierte und er lebt im Waisenhaus. Als sie wieder schwanger wird, will er für sie da sein. Doch dazu muss er erst mal eben erwachsen werden… Ein bis zum letzten Moment packendes Sozialdrama mit Herz und ohne Kitsch aus dem Rotterdamer Rotlichtkiez.

Dass der Film einen sofort in seinen Bann zieht, liegt vor allem an seinem herausragenden jungen Hauptdarsteller Bas Keizer, der hier sein Debüt gibt und von dem wir wohl noch viel sehen werden. Überzeugend führt er uns einen ernsten aber nicht gebrochenen jungen Mann vor, der wenig spricht aber ganz klare Vorstellungen von dem hat, was er für richtig hält, der Halt sucht und doch nie ganz verloren wirkt. Seinen Weg, auf dem er schneller erwachsen werden muss als ihm lieb ist, verfolgt eine Kamera, die ihm keinen Moment von der Seite weicht. Fast dokumentarisch hautnah erleben wir seine Geschichte, wobei die Bilder immer wieder Zeit haben, ihre eigene Poesie zu entfalten. Denn an Worten wird glücklicherweise gespart. Die Dialoge beschränken sich aufs Wesentliche, Stimmungen und Blicke überwiegen. Bis schließlich alles in einen überraschend actiongeladenen und ergreifenden Showdown mündet, bei dem sich der gereifte Held bewähren muss.