VorschauSTART | 06.02.2020

Das freiwillige Jahr

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Das freiwillige Jahr - 2019 Filmposter

Premiere mit Gast

In Anwesenheit des Regisseurs Henner Winckler.

Metropol
So09.02.2016:30

9,00 EUR/7,00 EUR
Normal / Gildepass

Informationen

Wie ein verspäteter Berliner Schule-Film wirkt „Das freiwillige Jahr“, der in Zusammenarbeit zwischen Ulrich Köhler und Henner Winckler entstand. Typische Motive der einflussreichen Filmbewegung werden dabei variiert, von Erwachsenen, vor allem aber von Jugendlichen erzählt, nicht mit großer Geste, sondern in genau beobachteten Momenten.

So ganz freiwillig macht sich Jette (Maj-Britt Klenke) nicht auf in ihr freiwilliges Jahr in Costa Rica, das merkt man schnell. Es ist ihr Vater Urs (Sebastian Rudolph), der sich als Arzt auf dem Dorf unterfordert fühlt, sich für Höheres berufen hält, der seine entscheidungsschwache Tochter antreibt, endlich etwas zu machen und endlich einmal raus zu kommen. Auf dem Weg zum Flughafen beginnt der Film, ein kurzer Halt beim Bruder will Urs noch einlegen, doch der macht nicht auf. Ein kurzer Bruch im Plan, der die Ereignisse in Gang setzt, die Ulrich Köhler und Henner Winckler in kaum 85 Minuten zeigen, sich abspielen lassen, distanziert beobachten. Jettes Freund Mario (Thomas Schubert) taucht auf, eigentlich haben sie sich getrennt, aber nun, da Mario sie zum Flughafen bringt, nutzen die beiden noch nicht wirklich Erwachsenen den Moment, zu einem kurzen Ausbruch aus der Banalität ihrer Existenz. Mit dem Familienauto hauen sie ab, verbringen ein, zwei Tage auf der Flucht.Das ist klassisches Berliner Schule-Kino, diesmal sogar kleiner als üblich, in einem Film, der einer Etüde gleicht, einem Spiel mit Erzählmustern, einer Variation von Typen.