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VorschauSTART | 12.03.2020

Die perfekte Kandidatin

AWARDS: Venedig 2019

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„Das Mädchen Wadjda“ sorgte vor sieben Jahren für eine Sensation: Als erster Film aus Saudi Arabien bot er seltene Einblicke in das Land und wurde trotz der repressiven Bilder- und Geschlechterpolitik von einer Frau gedreht. Nachdem die Regisseurin Haifaa Al Mansour mit „Mary Shelley“ ihr internationales Debüt gab, kehrt sie nun zurück in ihr Heimatland und weitet ihre Gesellschaftskritik aus. „Die perfekte Kandidatin“ erzählt von einer Ärztin, die sich als Bürgermeisterin zur Wahl aufstellen lässt und Frauen wie Männer damit in ihrem Weltbild herausfordert.

Maryam (Mila Al Zahrani) bekleidet als Chirurgin einen wichtigen Posten im lokalen Krankenhaus, dies ist allerdings nur komplett verschleiert möglich. Der offenen Misogynie ihres Umfeldes begegnet sie mit pragmatischem Trotz. Als die Zufahrtsstraße zum Hospital im Schlamm versinkt, und sich niemand darum kümmern will, beschließt sie, in die Lokalpolitik zu gehen. Enttäuscht muss sie feststellen, dass sie von anderen Frauen wenig Unterstützung erhält. Die meisten wollen lieber eine gute Partie machen, als wählen zu gehen, und damit ihr gesellschaftliches Ansehen aufs Spiel zu setzen. Maryam lässt sich jedoch nicht entmutigen und überschreitet immer wieder die strikten Aufteilungen der Lebenswelten, um Begegnungen zwischen den Geschlechtern zu schaffen.