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Harald Naegeli Der Sprayer von Zürich

Zürich Film Festival 2021

Infos Vorführungen

Harald Naegeli - 2021 poster
Vorführungen
Metropol
  • Di07.12.
  • Mi08.12.
  • Do09.12.
  • Fr10.12.
  • Sa11.12.
  • So12.12.
  • Mo13.12.
  • Di14.12.
  • Mi15.12.
  • Do16.12.
  • Fr17.12.
  • Sa18.12.
Informationen

An den berüchtigten Künstler Harald Naegeli kann ich mich noch gut erinnern. Zu meiner Studienzeit waren seine Graffitis überall in Düsseldorf zu sehen. Und ich weiß auch, dass er hier verhaftet und inhaftiert wurde. Natürlich hatte er unsere ganze Solidarität und sogar die von Joseph Beuys. Was ich nicht wusste, er lebte bis 2020 in Düsseldorf, wohnte auf der Karolingerstraße und ging auf dem Weg zu seinem Atelier in der Hildebrandtstraße oft am Metropol vorbei.

Seit 2018 lebt er wieder in Zürich. Dort hat man ihn inzwischen rehabilitiert, schätzt seine Kunst und pflegt sie ins Stadtbild ein. In Düsseldorf sind wir noch nicht soweit. Naegeli wollte seinen Nachlass der Kunstsammlung schenken, doch die hat abgelehnt. Das hat uns auf die Idee gebracht, seine Kunst im Metropol auszustellen. Zur Premiere des Dokumentarfilms von Nathalie David kommt nicht nur die Regisseurin ins Metropol, sondern auch der Fotograf Wolfgang Spiller, der Naegeli in Düsseldorf stets begleitet und sein Schaffen festgehalten hat. Er hat für uns eine Fotoausstellung mit Fotos von Kunstwerken, die man heute noch in Düsseldorf finden kann, zusammengestellt und wird sie nach dem Film eröffnen und kommentieren.

Kunst oder Sachbeschädigung? Seit 1977 fordert der Graffitikünstler Harald Naegeli diese Frage heraus. Nathalie Davids feinfühliges Porträt zeigt sein Vermächtnis und ist eine Hommage an den Utopisten. Seine Graffitis sind minimalistisch, doch von ästhetischer Wucht. Mit ihnen kritisierte er in den 1970er Jahren das monotone Stadtbild Zürichs, aber auch die Politik und den Umgang mit der Umwelt. Er wurde verurteilt, saß im Gefängnis und lebte und sprühte lange in Düsseldorf. Seit 2020 ist der 81-Jährige wieder in Zürich – und sprayte während des ersten Lockdowns über 50 »Totentänze«. Der Kanton verklagte ihn, die Stadt verlieh ihm den Großen Kunstpreis. Den Titelsong „Die Ballade vom Sprayer“ hat Sophie Hunger eigens geschrieben und beigesteuert.

 

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