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Ich, Daniel Blake

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Ich, Daniel Blake - 2016 Filmposter

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In Cannes wurde Ken Loachs Sozialdrama mit der goldenen Palme prämiert. Es ist damit die zweite Auszeichnung für den Iren nach seinem IRA-Drama „The Wind That Shakes the Barley“. In seinem neuen Spielfilm versuchen sich zwei Briten aus Newcastle durch die Bürokratie des Sozialstaates zu navigieren.

Ken Loach hat es wohl ordentlich satt mit der modernen Gesellschaft. Gelang es ihm früher, sozialen Sprengstoff in lebensfrohen Arbeiterkomödien zu verarbeiten, ist er in den letzten Jahren in seiner Filmsprache immer deutlicher und anklagender geworden. So auch inI, DANIEL BLAKE, in dem der 59-jährige Protagonist nach einer schweren Erkrankung erstmals die Hilfe des Staates braucht. Dabei trifft er auf eine alleinerziehende Mutter, die fortan gemeinsam mit ihm gegen die Fallstricke der Bürokratie ankämpft. Beängstigend an Loachs Film ist sein klar formulierter Vorwurf an den Sozialstaat, dass dieser sich seinen Pflichten, in Not geratenen Menschen zu helfen, immer mehr entzieht, indem er sich hinter Formularen, Strafandrohungen und ausgelagerten Agenturen versteckt. Irgendwie hat man das Gefühl, dass Ken Loach seinen Humor verloren hat, aber vielleicht ist dieser der immer prekärer werdenden Situation auch nicht mehr angemessen. Immerhin hinterlässt auch sein neuer Film einen starken Eindruck in punkto Solidarität, Warmherzigkeit und Nähe zu seinen Protagonisten.

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