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Jenseits des SichtbarenHilma af Klint

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"Jenseits des Sichtbaren" ist auch online verfügbar.

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„Die Kunstgeschichte muss umgeschrieben werden.“ So titelte die FAZ 2013 angesichts der Wiederentdeckung der schwedischen Malerin Hilma af Klint (1862-1944) und das scheint kein bisschen übertrieben: Af Klint malte schon aus voller Überzeugung abstrakt, als Kandinsky und Co. noch allenfalls darüber nachdachten. Sie war eine Universalgelehrte à la Da Vinci und widmete ihr Leben einer bedingungslosen Suche nach dem Kern allen Daseins. Dass sie dennoch bis heute nahezu unbekannt ist, liegt nur daran, dass sie eine Frau ist…

Das zumindest ist der überzeugende Tenor des Films, der einem das Gefühl gibt, dass es in dieser Hinsicht noch so einiges zu entdecken gibt. Die großformatigen, knallbunten und mutigen Abstraktionen der Hilma af Klint jedenfalls haben eine geradezu revolutionäre Sprengkraft. Sie relativieren auf Anhieb sämtliche Vorstellungen, die man sich von der Kunstwelt ihrer Tage bislang gemacht hat. Hier ist das Abstrahieren keine rein malerische Idee, sondern der Versuch, Grundsätzliches über die Welt zu formulieren. Gleichermaßen inspiriert von der Naturwissenschaft wie von spiritistischen Experimenten schuf af Klint ein riesiges komplexes Oeuvre aus Bildern und Notizen, das sich den Grundfragen des Lebens widmet und dabei eine ganz eigene Sprache spricht. Ein Werk, das noch längst nicht entschlüsselt ist, und auf das der Film ungeheuer Lust macht.