Love, Cecil

Trailer Infos Vorführungen

Love, Cecil - 2017 Filmposter

Mitreißendes Porträt eines ewigen Träumers. Cecil Beaton (1904-1980) war Modefotograf für die Vogue, Bühnen- und Kostümdesigner am Theater und in Hollywood (u.a. „My Fair Lady“), Illustrator, Autor und ein echt britischer Dandy. Seine Fotos dokumentieren Look und Zeitgeist von den Roaring Twenties bis zu den Swinging Sixties – aber auch seine eigene ausgeprägte Liebe zur Inszenierung, mit der er nicht zuletzt sich selbst geschaffen hat.

Die Doku lässt uns tief eintauchen in die Welt dieses hierzulande erstaunlich wenig bekannten Künstlers. Chronologisch jagt sie durch sein Leben anhand von zahllosen seiner Fotos, die rastlos über die Leinwand huschen und an denen man sich dennoch nie satt sieht – weil sie reines Kino sind: von den expressionistisch geprägten Modefotos und Porträts der Zwanziger Jahre über amerikanische Straßenszenen in den Dreißigern bis hin zu Trümmerfotos aus London zu Zeiten des Blitzkriegs. Alles verströmt eine Magie und – so absurd es zum Teil scheint – Schönheit. Das waren seine beiden Hauptanliegen. Zu Wort kommen dazu Zeitzeugen, Freunde und Angehörige, Arbeitskollegen und er selbst. Der eigentliche Geniestreich aber sind seine Tagebuchaufzeichnungen, die Rupert Everett zu den Bildern liest: So kurz nach „The Happy Prince“ fällt es schwer, sich dafür jemand besseren vorzustellen, war Cecil Beaton doch selbst ein kleiner Oscar Wilde.