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Madame Butterfly

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Eine Inszenierung von Mario Gas

Eine Ehefrau auf Zeit war in Japan Ende des 19. Jahrhunderts eine weit verbreitete Praxis. Der Westen – allen voran die USA – hatte in der Mitte des Jahrhunderts diplomatische und kommerzielle Beziehungen mit dem Land aufgenommen und die Faszination für die Geburtsstätte der Geishas verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Der Einfluss eines fernen (und imaginären) Orients sollte sich in Werken einer Vielzahl europäischer und nordamerikanischer Künstler niederschlagen, die bis weit ins 20. Jahrhundert andauerten. Auf diese Weise ist Butterfly eine Verkörperung des Konflikts zwischen zwei unversöhnlichen Zivilisationen, von denen die eine die andere dominiert.

Puccini, ein Mann von subtilem theatralischem Geist, stellte brillant die Zerbrechlichkeit einer verliebten Geisha dar, die naiv glaubt, dass der schneidige nordamerikanische Marineoffizier sie ebenfalls liebt. Die musikalische Partitur evoziert angenehm harmonisierte traditionelle japanische Melodien. Trotz des Fiaskos bei der Uraufführung von Madama Butterfly in Mailand war der Komponist fest entschlossen, das, was er für sein aufrichtigstes und ausdrucksstärkstes Werk hielt, zu einem Erfolg zu machen. Der Lauf der Zeit hat ihm Recht gegeben. Mario Gas siedelt die Geschichte in einem Filmstudio der 1930er Jahre an. Er erzählt dieses bewegende Drama aus drei gleichzeitigen Perspektiven: der Oper selbst, dem Film, der von der Oper gedreht wird, und dessen Projektion in Schwarz-Weiß auf einer großen Leinwand.