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VorschauSTART | 20.01.2022

Niemand ist bei den Kälbern

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niemand ist bei den kälbern - 2021 - poster
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Für ihren zweiten Spielfilm nach "Prélude" adaptiert die Regisseurin Sabrina Sarabi einen ebenso bedrückenden wie faszinierenden Roman: Eine junge Frau erlebt darin in der dörflichen Trostlosigkeit Mecklenburg-Vorpommerns Lieblosigkeit und Gewalt. Mit traumwandlerischer Entschlossenheit begibt sie sich dennoch auf die Suche nach Freiheit und einem eigenen Leben. Saskia Rosendahl wurde für ihr eindringliches Spiel bei den Filmfestspielen in Locarno als Beste Darstellerin ausgezeichnet.

In der flirrenden Hochsommerhitze ist die Stimmung zum Zerreißen gespannt. Die 24jährige Christin (Rosendahl) provoziert ihren Freund Jan (Okon) unentwegt, doch der schweigt nur noch grimmig in sich hinein. Gemeinsam leben sie auf dem Bauernhof seines Vaters, der aus der Verachtung für die Renitenz seiner Schwiegertochter in spe keinen Hehl macht. Sehnsucht nach einem anderen Leben liegt in der Luft, doch keiner hat ein Bild davon, wie es besser werden soll. Christins Vater ist ein Trinker, ihre Mutter hat schon früh das Weite gesucht. Die Geschichte scheint sich zu wiederholen. Sarabi zeigt ihre Protagonistin auf der Suche nach Individuation, die nur im Negativen gelingt. Christins (selbst-)zerstörerisches Verhalten schockiert und berührt, macht auf unbarmherzige Weise den Weg frei für eine andere Zukunft.

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