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VorschauSTART | 30.09.2021

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Nö - 2021 poster
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In "3 Zimmer, Küche, Bad" porträtierten Dietrich Brüggemann und seine Schwester Anna mit viel Ironie eine Generation, deren Lebensentwürfe sich orientierungslos zwischen verschiedenen Studenten-WGs abspielten. Fast zehn Jahre später wirkt "Nö" wie eine gelungene Fortsetzung, diesmal im Milieu der gerade erst sesshaft gewordenen Berufstätigen, die mit der Familiengründung ringen.

Michael (Alexander Khoun) und Dina (Anna Brüggemann) sind schon länger zusammen und harmonieren gut, da ist es nur logisch den nächsten Schritt zu gehen, oder? Für die Schauspielerin, die sich Kinder wünscht, ist das eine selbstverständliche Schlussfolgerung, für ihren Freund, der Arzt ist, nicht. Warum ist denn immer schon klar, was im Leben als nächstes kommt? Als er Dina nachts von seinen gelegentlichen Trennungswünschen erzählt, antwortet sie mit einem entschiedenen „Nö“. Und so geht ihre gemeinsame Geschichte trotz neurotischer Befürchtungen über Jahre weiter. In 14 abgeschlossenen, tableauhaften Szenen ohne Schnitt zeichnen die Brüggemanns mit wunderbar surrealen Einlagen das Bild einer allzu bekannten Beziehungskonstellation in vertrauter Umgebung. 

Den studierten, bürgerlichen und liberalen Großstadtbewohnern fehlt es eigentlich an nichts – und dennoch zeigt sich eine Angst vor (Fehl-)Entscheidungen und Verbindlichkeiten, die durch ihr grundsätzliches Hinterfragen alles ad absurdum führt.

 

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