VorschauSTART | 18.07.2019

Nome di Donna

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Nome di Donna - 2018 Filmposter
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Sexismus und Chauvinismus finden sich in allen Branchen, Milieus und gesellschaftlichen Klassen und die Folgen für die Betroffenen sind verheerend. „Nome di Donna“ thematisiert strukturellen Missbrauch in einem italienischen Pflegeheim und entwickelt sich schließlich zu einem überzeugenden Justiz-Drama. Ein äußerst relevanter Film, der – anderthalb Jahre nach Beginn der #metoo-Bewegung – die Debatte um Machtmissbrauch neu befeuert.

Nina (Cristiana Capotondi) lebt mit ihrer Tochter in Mailand am Existenzminimum. Umso glücklicher ist sie, als sie einen neuen Job als Altenpflegerin in einer edlen Seniorenresidenz auf dem Land erhält. Der Neustart gelingt, zumal sich Nina zunächst gut mit ihren Kolleginnen versteht. Doch nach einer Zeit bemerkt sie, dass die anderen Pflegerinnen eine Last mit sich herumtragen, die unmittelbar mit dem Chef der Einrichtung, Marco Maria Torri (Valerio Binasco), zusammenzuhängen scheint. Als dieser Nina eines Abends zu sich ins Büro bestellt, kommt Torri ihr unangemessen nah und belästigt sie sexuell. Ninas Verdacht wird bestätigt: Torri nutzt seit Jahren seine Stellung aus, um mit den Pflegerinnen zu schlafen. „Nome di Donna“ schildert das Leid einer mutigen Frau, die nicht nur sexuelle Nötigung über sich ergehen lassen muss, sondern den Kampf gegen das frauenfeindliche System auch noch weitestgehend alleine führt.