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Pankow '95

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Pankow 95 - 1983 poster
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Eine alternative Welt. Wir schreiben das Jahr sechs nach dem so überraschenden wie vorhersehbaren Ende des globalen Kapitalismus. Die Mauer ist gefallen, der real existierende Sozialismus regiert die Welt. Zu den wenigen, die gegen die neue Zeit aufbegehren, gehört der junge Wissenschaftler Zart (Udo Kier). Er wird zusammen mit seiner schönen Frau Laura (Christine Kaufmann), dem ersten deutschen Retortenbaby (der von einer hellen Kinderstimme synchronisierte ungarische Musiker Tom Dokoupil) und Angelo (der Hamburger Sex-Theater-Impresario Rene Durand) in einer Irrenanstalt in Pankow gefangen gehalten.

Dort droht eine Gehirn-OP durch Dr. Frisch (Dieter Thomas Heck). Klar, dass Zart und seine Freunde flüchten müssen. Auch klar, dass 1983, in einer Zeit in der Innerlichkeit im deutschen Film das große Thema ist, so ein New-Wave-Nachtmahr kein Kinohit wurde. Trotzdem hat der Film es geschafft heute Kultstatus zu erlangen – allein schon wegen der Besetzung, zu der auch Nina Hagen und Diedrich Diederichsen gehören. Der ungarische Regisseur Gabor Altorjay befasst sich in PANKOW ’95 neben der deutschen Gegenwart der 80er außerdem mit dem Medium Film und nutzt dies um die Taktiken sowie das Chaos einer Diktatur offenzulegen. So hätte Altorjay einer der großen Surrealisten des deutschen Kinos werden können, wenn man ihn denn gelassen hätte.

 

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