Petite Mamanals wir Kinder waren

Berlinale 2021

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petite maman - 2021 - poster
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2011 gewann Céline Sciamma auf der Berlinale den Teddy Award für TOMBOY. 2019 versetze sie mit PORTRÄT EINER FRAU IN FLAMMEN das Publikum in Cannes in Verzückung. In ihrem neuesten Film erzählt sie eine ganz eigene Mutter-Tochter-Geschichte, die 2021 auf der Berlinale uraufgeführt wurde.

In PETITE MAMAN hilft die achtjährige Nelly ihren Eltern, nach dem Tod der geliebten Großmutter, beim Ausräumen des Elternhauses. Es liegt auf dem platten Land, wo ihre Mutter aufwuchs. Und genau wie die damals wird Nelly magisch angezogen vom umliegenden Wald, in dem auch ihre Mutter spielte und ein Baumhaus baute, von dem sie so oft erzählt hat. Immer wieder streicht Nelly durch die Bäume, bis sie eines Tages auf ein gleichaltriges Mädchen trifft, das sie in ihr Baumhaus einlädt und wie ihre Mutter Marion heißt…
Wenn die Geschichte auch schnell erzählt und der Film nur gut siebzig Minuten lang ist, entwickelt er eine Stimmung, die nicht nur Nelly, sondern auch den Zuschauer in diesen Wald zieht. Märchenhaft entrückt und mit kongenialen Bildern ihrer Kamerafrau Claire Mathon, spürt Sciamma hier mit poetischer Präzision und einer Art magischem Realismus einem wichtigen Moment des Erwachsenwerdens nach und führt uns mal wieder in den Mittelpunkt eines weiblichen Universums, dessen Aura man sich nicht entziehen kann.

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