Rivale

Hofer Filmtage: Förderpreis Neues Deutsches Kino

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Nach dem Tod seiner Großmutter wird der neunjährige Roman aus einem ukrainischen Dorf nach Deutschland zu seiner jungen Mutter Oksana geschmuggelt, die dort illegal bei Rentner Gert lebt und arbeitet. Seit dem Tod von Gerts Frau, kümmert sich Oksana um den Haushalt und leistet ihm Gesellschaft. Gert stellt ihr sogar in Aussicht, sie zu heiraten, damit sie mit dem Jungen ganz legal bei ihm bleiben kann. Doch Roman ist alles andere als glücklich über diese Perspektive. Als Oksana überraschend ins Krankenhaus kommt, muss er sich dennoch irgendwie mit Gert arrangieren – und das, obwohl sie nicht einmal dieselbe Sprache sprechen…

Ein schmerzlich realistischer Blick hinter die Kulissen der aktuellen Integrationspolitik. Noch vor dem Krieg und den neuen Flüchtlingsströmen aus der Ukraine gedreht, ist die Geschichte inzwischen umso aktueller (selbst Hauptdarstellerin Maria Bruni ist inzwischen wirklich mit ihrer Tochter aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet). Doch das Thema lässt sich ohnehin auf die Situation aller Geflüchteten übertragen: Als Menschen zweiter Klasse sind sie schneller ausgebeutet als es uns vielleicht bewusst ist – selbst, wenn wir es nur gut mit ihnen meinen. Gert zum Beispiel will für Oksana und Roman nur das Beste – ob sie eigentlich dasselbe wollen, die Frage stellt sich einfach gar nicht. Ein starker, unbequemer Film mit tollen Darstellern.

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