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The Bling Ring

Cannes 2013

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The Bling Ring 2013 Filmposter
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Wer kennt sie nicht, die eigene Beeinflussbar- und Formbarkeit, die im Teen-Alter besonders elastisch ist und sich nicht selten am Vorbild berühmter Idole misst: anhand mit Starfotos tapezierter Zimmerwände, nachgeiferter Looks oder Popstar-Übungen vorm Spiegel. Sofia Coppola formuliert in „The Bling Ring“ einen nüchternen Abgesang auf eine durch Medien hirngewaschene, oberflächliche Generation, die sich vom Kultus rund um Reiche und Berühmte blenden lässt. Hier will eine Clique überprivilegierter High-Society-Kids im wahrsten Sinne des Wortes etwas von dem Celebrity-Ruhm abstauben!

Langeweile schwebt im Raum, wenn sich die Clique der Upper-Class-Jugendlichen rund um Nicki (Emma Watson) trifft. Die Freunde wissen nicht viel mit sich anzufangen, außer von quasi unerreichbaren Stars zu fantasieren. Sie beginnen, schamlose Einbrüche zu begehen. Ob Megan Fox, Lindsay Lohan oder Orlando Bloom – kein Star ist gefeit vor den Langfingern, die sich im Vorfeld online über den aktuellen Aufenthaltsort ihrer Opfer informieren und dann in die Villen oder Wohnungen eindringen. Dort lassen sie dann ein wenig die Seele baumeln, probieren Kleidung in überdimensionierten Schränken an, lassen teure Dinge mitgehen und amüsieren sich ganz prächtig im Luxus. Nur die Idee, das Diebesgut via Facebook zu verhökern, erweist sich am Ende dann als doch nicht so blendend. Wie immer in sanftmütiger und hier sogar teils dokumentarischer Distanz zu ihren Figuren, weckt Coppola mehr Mitgefühl für deren Verirrungen, als dass sie moralisiert.

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