Truly Naked
Niederlande, Belgien, Frankreich | 2026 | FSK 16

Papa dreht Pornos! Für den jungen Alec ist es nicht leicht, quasi ins Adult Entertainment hineingeboren worden zu sein. Nach dem Tod der Mutter hilft er seinem Vater als Kameramann, Fotograf und Cutter. Nun sind die beiden von London in ein kleines Küstenstädtchen übersiedelt und Alec knüpft zarte Bande mit einer neuen Klassenkameradin, einer unabhängig und feministisch eingestellten jungen Frau.
Zwischen Coming-of-Age, romantischer Liebesgeschichte und Sozialdrama mäandert Muriel d’Ansembourgs Spielfilmdebüt, das auf der diesjährigen Berlinale seine Premiere feierte. Die in den Niederlanden aufgewachsene Filmemacherin hat an der London Film School studiert und man fühlt sich beim Ansehen durch die Drehorte und die Darstellenden auch eher in einem britischen Film verortet, wenn da nicht diese gewisse moralische Lässigkeit wäre.
Seit 2007 dreht d’Ansembourg schon Kurzfilme und beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit unerwarteter Sinnlichkeit an tabuisierten Orten und erforscht Intimität durch Figuren, die dort nach echter Nähe suchen. In TRULY NAKED verbindet sie dies mit dem klassischen britischen Erzählkino und dabei herausgekommen ist ein höchst menschlicher und manchmal auch schwarzhumoriger Film, der seine Charaktere ernst nimmt und damit emotional nachvollziehbar macht.


