Unzertrennlich

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Unzertrennlich - 2018 Filmposter
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Geschwisterbeziehungen sind lebensprägend - was aber bedeutet es, wenn Bruder oder Schwester mit einer Behinderung oder lebensverkürzenden Erkrankung zur Welt kommen? In einer sensiblen teilnehmenden Beobachtung folgt „Unzertrennlich“ fünf betroffenen Familien und nimmt diejenigen in den Blick, die dabei in ihren tiefgreifenden Erfahrungen meist übersehen werden: Die Geschwister.

Dass die „gesunden“ Kinder sich gegenüber ihren besonderen Geschwistern zurücknehmen müssen, ist offensichtlich, denn diese brauchen von den Eltern sehr viel mehr Aufmerksamkeit und Pflege. Doch es geht nicht nur um das „Schattenkind-Dasein“, sondern eine von Beginn an andere Weise die Welt wahrzunehmen. Krankheit, Tod und die Verletzbarkeit des Körpers – das sind Faktoren, mit denen sich die meisten selbst im Erwachsenenalter kaum auseinandersetzen. Für die Geschwister ist dies jedoch schon in sehr jungen Jahren eine Alltagsrealität, die sie geradezu zur Sensibilität verurteilt. Neben der Tendenz einen therapeutischen Beruf zu ergreifen, um helfen zu können, zeigt sich oft auch eine tiefe Scham und Existenzunsicherheit, die sich schwer benennen lässt. Wie soll man kraftvoll seinen eigenen Lebensweg gehen, wenn man das Geschwister an einem bestimmten Punkt zurücklassen muss? Eine Situation, die durch mehr Inklusion gesellschaftlich aufgefangen werden könnte, doch bis dahin ist es leider noch ein weiter Weg. „Unzertrennlich“ ist ein bewegendes und dringend notwendiges Porträt der komplexen Lebensrealität von Geschwisterkindern, die erst in den letzten Jahren öffentlich zum Thema geworden ist. Ans Herz legen möchte ich dazu auch diese Seite: www.erwachsene-geschwister.de