Aufgrund der aktuellen Situation gilt: Der Zutritt zu den Vorstellungen wird nur vollständig geimpften, genesenen oder negativ getesteten Besucher*innen gewährt. Nähere Infos HIER

Pantoffel-Kino

Online ins Kino gehen

Mit jeder getätigten Leihe unterstützt Du die Filmkunstkinos und trägst somit zum Erhalt der Arthouse-Kultur bei.

Pantoffel-Kino: Unsere Streaming-Angebote

Neu in dieser Woche:

In unser Pantoffelkino haben wir zwei Erstaufführungen eingestellt, die nicht mehr ins Kino kommen:

Zum einen ist das WURZELN DES ÜBERLEBENS (ab 24. Juni), der neue Dokumentarfilm von Bertram Verhaag, in dem er fünf Landwirte begleitet, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das bäuerliche Wissen ihrer Vorgänger wiederzubeleben, bevor es endgültig in Vergessenheit gerät.

Einen Tag später, am 25. Juni, starten wir DER KARIERTE NINJA, einen dänischen Fantasyfilm für Jugendliche, in dem Aske von seinem Onkel eine Ninja-Puppe zum Geburtstag bekommt. Seine Begeisterung hält sich in Grenzen, bis die Puppe lebendig wird und mit ihm auf Mörderjagd geht.

Im August kommt Dominik Grafs diesjähriger Berlinale-Beitrag FABIAN ODER DER GANG VOR DIE HUNDE in unsere Kinos. Ein Grund, an seine letzte Literaturverfilmung zu erinnern, die 2014 um den Goldenen Bären konkurrierte. In DIE GELIEBTEN SCHWESTERN steht nicht der wilde Starautor Friedrich Schiller im Mittelpunkt, sondern die ewig aktuelle Frage: Kann man eine ungewöhnliche Liebe leben? Das kulturelle Zentrum Weimar, die Entwicklung des Buchdrucks und die Französische Revolution liefern den Hintergrund zu einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte, die mit heller, leichter Kamera, nah an seinen Figuren, modern im Denken, Handeln und Fühlen ist.

Auch DIE AGENTIN wurde 2019 auf der Berlinale uraufgeführt. Der deutsch/französisch/israelische Spionage-Thriller von Yuval Adler spürt Rachel nach, einer Spionin des israelischen Mossad, die in Deutschland ausgebildet wurde. Als sie an der Beerdigung ihres Vaters in London teilnimmt verschwindet sie danach spurlos . Nur eine verschlüsselte Nachricht auf ihrem Anrufbeantworter gibt einen Hinweis auf ihren Verbleib.

//Kalle Somnitz

Neu & beachtenswert
Beltracchi - 2014 poster
The Marksman - 2021 poster
Nackte Tiere - 2020 poster
Legacy - 2021 poster
Die Kommune - 2016 poster
Lemonade - 2018 poster
Hotel Jugoslavija - 2019 poster
Unsere Filmreihen
Streaming Filme A-Z

Zur Geschichte unseres Pantoffelkinos

Seit 2014 bieten wir auch Filme zum Streamen an. Damals haben wir uns dem “Kino on Demand”-Angebot der Kölner Firma Rushlake Media angeschlossen. Obwohl es eigentlich “Video on Demand” heißen müsste, sollte der Name die Beteiligung der Kinos an den Einnahmen andeuten. Für uns verlockend war die Vorstellung eines zusätzlichen Kinosaales im Netz, in dem wir Filme anbieten können, die für eine Kinovorstellung nicht mehr genügend Zuschauer anziehen würden. Das können Repertoire-Filme sein, aber auch Prolongationen aktueller Filme, die in unseren Kinos nicht mehr zu sehen sind. 

Durch Corona hat dieses Programm eine erstaunliche Aktualität bekommen. Weil die Kinos geschlossen sind oder überhaupt viel zu viele Filme Woche für Woche starten, sind wir immer wieder von Verleihern, Produzenten u.a. Filmschaffenden angesprochen worden, ob wir ihre Filme nicht wenigstens online starten können, wenn in unseren Kinos kein Platz mehr ist. Problematisch an solchen Erstaufführungen im Netz ist die Branchen-Vereinbarung eines Auswertungsfensters. Die besagt, dass neue Filme in den ersten sechs Monaten im Kino ausgewertet werden müssen. Erst dann dürfen sie auf DVD, Blue Ray oder online zugänglich gemacht werden. Auch wenn das nur eine eine Vereinbarung und kein Gesetz ist, muss sich jeder daran halten, der deutsche Filmförderung erhält und selbst die amerikanischen Majors respektieren das Fenster, weil es ein bewährtes Auswertungsmodell ist. 

Dennoch wird gerade zu Corona-Zeiten die Kritik immer lauter, dass diese Regelung veraltet, zu unflexibel und wenig zuschauerfreundlich ist. Vorwürfe, denen die Filmförderungsanstalt nachkommt und immer wieder Filme vom Fenster-Gebot befreit, gerade jetzt, wo die Kinos ohnehin geschlossen sind. Auch wir halten die Fensterregelung für zu starr. Auf der einen Seite brauchen wir diesen Schutz bei größeren Filmen, wo er eine exklusive Kinoauswertung garantiert, aber bei den ganz kleinen Filmen, für die wir oft keinen Platz haben, ist es doppelt hart, nicht auf die Spielpläne der Kinos zu kommen und auch nicht online verfügbar sein zu dürfen. Daher fordern wir ein Fenster, dass die Auswertung eines Films in den ersten sechs Monaten zusammen mit einem Kino vorschreibt, egal ob online oder auf der Leinwand.

In der Hoffnung auf eine solche Regelung in der Zukunft haben wir unser Online-Kino in ‘Pantoffel-Kino’ umbenannt, das fortan nicht nur das von “Kino on Demand” zur Verfügung gestellte Repertoire- und Prolongations-Programm, sondern auch Filmreihen wie zum Beispiel die Eine-Welt-Filmtage oder das Queer Film Festival ergänzen oder brandneue Erstaufführungen anbieten wird. //Kalle Somnitz