Klara und die Sonne – eine Begegnung mit Taika Waititi und Jenna Orteta in Rom

Viel Rummel um Schauspielerin Jenny Ortega und geliebt von den Fans: Gemeinsam mit Regisseur Taika Waititi stellte sie ihren neuen Film KLARA UND DIE SONNE auf dem Filmfest in Rom vor.

Regisseur Taika Waititi und Schauspielerin Jenna Orteta in Rom

Regisseur Taika Waititi und Schauspielerin Jenna Orteta in Rom, Foto: Anne Wotschke.

Klara und die Sonne
(Klara and the Sun) Neuseeland, UK, USA 2026 – 116 Min – Filmfest Rom 2026 – Regie: Taika Waititi. Mit Jenna Ortega, Amy Adams, Mia Tharia, Aran Murphy, Steve Buscemi, Natasha Lyonne u.a.

Basierend auf dem Bestseller-Roman des Nobelpreisträgers Kazuo Ishiguro erzählt Oscar®-Preisträgers Taika Waititi (JOJO RABBIT) hier von Klara (Jenna Ortega), einer sogenannten „künstlichen Freundin”. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als das perfekte Zuhause zu finden, und als sie Josie (Mia Tharia) begegnet, spüren beide sofort ihre Seelenverwandtschaft. Josie hat ein angespanntes Verhältnis zu ihrer Mutter (Amy Adams) und beide haben einen schweren Verlust erlitten, doch Klaras unschuldiges Staunen und ihre unerschütterliche Loyalität beginnen die Familie zu heilen und Licht in Josies komplizierte Welt zu bringen.

“Ich wollte, dass das Publikum die Welt durch Klaras Augen sieht und sie auf diese Weise erlebt“, erklärte Waititi in Rom einem vornehmlich jungen Publikum. „Mich interessierte ihre Perspektive als Außenseiterin – denn Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, ermöglichen es uns, Dinge wahrzunehmen, die wir sonst übersehen oder als selbstverständlich betrachten. Sie erinnern uns daran, wer wir sind, und machen uns auf die Schönheit aufmerksam, die in uns und um uns herum existiert.“

Viel Rummel um Schauspielerin Jenny Ortega und geliebt von den Fans: Gemeinsam mit Regisseur Taika Waititi stellte sie ihren neuen Film KLARA UND DIE SONNE auf dem Filmfest in Rom vor.

Viel Rummel um Schauspielerin Jenny Ortega und geliebt von den Fans: Gemeinsam mit Regisseur Taika Waititi stellte sie ihren neuen Film KLARA UND DIE SONNE auf dem Filmfest in Rom vor, Foto: Anne Wotschke.

Das Buch ist ihm nicht irgendwie empfohlen worden, sondern er hat es in einem Bookshop am Flughafen gefunden. Er mochte es, weil er halt Geschichten von Außenseitern liebt. Klaras Perspektive gefiel ihm besonders gut, sie ist ein wenig naiv, und er dachte da an eine Schauspielerin wie Giulietta Masina (LA STRADA), also eine Art weiblicher Clown. Jenny Ortega widersprach, dass sie sich in ihrer Performance an Buster Keaton orientiert habe.

Eine Zuschauerin sah Ähnlichkeiten zu Yorgos Lanthimos‘ Film LOBSTER, in dem Menschen durch Tiere ersetzt werden und fragte: “Durch wen werden die Menschen in Zukunft denn ersetzt?“ Damit war das Thema „Künstliche Intelligenz“ eröffnet, obwohl das Wort bei den Dreharbeiten kein einziges Mal fiel, wie Waititi versicherte. Überhaupt sei er nicht so sehr an der Technik selbst interessiert, sondern vielmehr, wie sie uns beeinflusst. Was macht Technik mit den Menschen und mit unserer Kommunikation untereinander? Er sei ja nicht technikfeindlich, z.B. sei der Kühlschrank (insbesondere für einen Neuseeländer) eine großartige Erfindung, aber die Sozialen Medien hätten dazu geführt, dass die Kids nur noch vor irgendeinem Device hocken und kaum noch etwas unternähmen. Diese Entwicklung beängstige ihn und werde durch KI sicherlich nicht besser: “Technik macht einsam, das zeigen viele Filme, z.B. WALL.E Der war für mich ein wahrer Alptraum.“ //Kalle Somnitz