1000 Arten Regen zu beschreiben

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1000 Arten Regen zu beschreiben 2017 Filmposter
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Einen spannenden Ansatz wählt Isa Prahl für ihren Debütfilm „1000 Arten Regen zu beschreiben“. Der Sohn einer Familie hat sich in seinem Zimmer eingeschlossen, seine Abwesenheit prägt die Familie, ohne dass die Ursachen für seine extreme Entscheidung klarwerden.

Mike, gerade 18 geworden, kommt nicht mehr aus seinem Zimmer. Das ist für einen Teenager zwar vielleicht keine ungewöhnliche Entscheidung, doch in Mikes Fall sieht die Sache etwas anders aus: Denn Mike kommt wirklich nicht mehr aus seinem Zimmer, isoliert sich vollkommen, ignoriert die Bitten, das Flehen seiner Eltern und Schwester, sich zu zeigen. Nur nachts huscht er ab und zu nach draußen, für dringende Bedürfnisse, etwas zu essen, mehr nicht. Ein Film, bei dem die eigentliche Hauptfigur, zumindest der Katalysator für sämtliche Ereignisse, nie zu sehen ist: Dieser ungewöhnliche Ansatz macht Isa Prahls Debütfilm interessant. Der Film basiert auf einem Phänomen, das in Japan hunderttausende Jugendliche betreffen soll. „Hikikomori“ heißt es dort, wenn sich Jugendliche isolieren, die Einsamkeit suchen, sich von Eltern, Freunden, der Gesellschaft zurückziehen. Was Mike antreibt bleibt offen, viel mehr interessiert sich der Film für die Folgen, die diese Entscheidung auf seine Familie hat.

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