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À la Carte!Freiheit geht durch den Magen

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A la Carte - 2021 poster
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Informationen

Frankreich 1789. Der Adel prasst und das Volk hungert. Es ist der Vorabend der Französischen Revolution. Am Schloss des Herzog von Chamfort ist die Welt noch in (alter) Ordnung: Der Adel schwelgt an opulenten Tafeln, bei Schwanen-Ragout und gefüllten Täubchen. Essen, um die Langeweile zu vertreiben. Die Opulenz der Speisen ist die ideale Machtdemonstration. Manceron, der begnadete Koch des Herzogs, ist in diesem Spiel die unschlagbare Trumpfkarte seines Herren. Und der Koch wiederum kennt nichts Erfüllenderes, als den Gästen seines genusssüchtigen Herren die erlesensten Gaumenfreuden zu bereiten.

Doch ausgerechnet an dem Tag, als der Herzog sich mit einem Bankett der Extrakasse an den königlichen Hof nach Paris empfehlen will, begeht Manceron einen unverzeihlichen Fehler. Er wagt es, der festgelegten Abfolge von Gerichten eine Eigenkreation hinzuzufügen: Eine Pastete, die er ‘Die Köstlichkeit’ nennt. Das anfängliche Entzücken wendet sich bei den Gästen in Empörung, als man erfährt, dass Kartoffeln die Grundlage der Spezialität sind. Kartoffeln? Der Herzog fordert eine Entschuldigung. Doch der eigenwillige Manceron weigert sich, der Herzog ist blamiert. Keine Empfehlung an den Pariser Hof, der Koch ist gefeuert und wird verbannt in die Provinz, im Schlepptau seinen Sohn Benjamin. In der Heimat erwartet Manceron nichts als die Aussicht, staubigen Reisenden Bouillon und Brot zu servieren. Aber es kommt schlimmer: Das Haus seines Vaters, eines ehemaligen Bäckers, wurde von den hungernden Menschen der Gegend geplündert. Auf dem Land herrscht bittere Not. Manceron beginnt das Brot, das er backt, mit den hungernden Kindern, die sein Haus umlagern, zu teilen. Doch darüber hinaus rührt er in der Küche keinen Finger. Er leidet. Und während sein Rousseau lesender Sohn Benjamin ihm vom neuen Selbstbewusstsein des aufgeklärten Menschen erzählt, wünscht sich der starrköpfige Koch nichts sehnlicher, als dass der Herzog ihn wieder zurücknimmt. In dieser tristen Lage erscheint eines Tages eine mysteriöse Frau mittleren Alters auf dem Hof und bittet Manceron um etwas Unerhörtes: Sie will das Kochen von ihm lernen, obwohl dieses Handwerk reine Männersache ist. Es hilft nichts, dass sie vorgibt, als Marmeladenköchin Vorkenntnisse zu haben und darüber hinaus in einer Zwangslage zu sein. Manceron will sie loswerden. Louise harrt unbeirrbar aus. Am Ende fordert Manceron sie auf, ihm in den Wald zu folgen und lässt sie in der Wildnis nach essbaren Zutaten suchen. Sie schlägt sich entgegen seiner Vermutung gut. Louise hat Geschmack – und Talent. Sie kommen sich näher. Während die Menschen in Paris die Bastille stürmen, erschafft das ungleiche Paar etwas auf ihrem Hof, das das Leben in Frankreich und der Welt grundlegend verändern wird: das erste Restaurant, als Ort der Gemeinsamkeit und des Vergnügens – für alle! 

Mit opulenten Bildern, die nicht selten an die Gemälde großer Meister erinnern, feiert Regisseur Éric Besnard nach seinem Riesenerfolg BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL erneut ein schwelgendes Fest der Sinne auf der großen Leinwand. In seiner klugen, wunderbar ausgespielten Geschichte einer späten Liebe zwischen zwei eigenwilligen Charakterköpfen erzählt er elegant von der Erfindung des Restaurants im Fahrwasser der Revolution. Schönheit und Tiefgang, Geschichte und Sinnlichkeit – so schön und klug kann nur französisches Kino sein!

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