Antiporno

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Antiporno - 2016
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Sion Sono, der mit Filmen wie „Love Exposure“ oder „Guilty of Romance“ regelmäßig Filmfestivals aufmischt, reflektiert in seinem neuen Film „Antiporno“ (der eigentlich schon drei Jahre alt ist, aber erst jetzt hierzulande ins Kino kommt) auf spektakulär-surreal-exzentrische Weise Sadomaso-Praktiken. Klingt verrückt? Ist es auch!

Kioko (Ami Tomite) ist erfolgreiche Künstlerin, Schriftstellerin und sprichwörtlich gefangen in ihrem eigenen Erfolg, der sich als Appartement im Look eines Goldenen Käfigs manifestiert. Derweil sie auf einen Redakteur wartet, der ein Interview mit ihr machen will, versucht sie der Ödnis und Langeweile ihrer Existenz zu entfliehen, indem sie mit ihrer Assistentin (Mariko Tsutsui) ein neues Spiel ausprobiert. Ziel des Spieles ist die absolute Erniedrigung und Dominanz. Dabei werden auch gerne einmal die Rollen vertauscht und so mutiert die Chefin Kioko allmählich zur Untergebenen. Wenn sich da nicht auch bald die Frage aufdrängen würde, wieviel von dem Spiel und von dem Setting überhaupt Realität ist? Sion Sono verwischt konsequent die Grenzen der Wahrnehmung und treibt ein perfides Spiel mit Perspektiven. Nebenbei demontiert er auch sadomasochistische Praktiken auf beinahe spielerische Weise und stellt einmal wieder unter Beweis, dass er nicht umsonst als Meister der Kontroverse verschrien ist. Ein gewagter, knallbunter und hochgradig eigenwilliger Experimentalfilm mit Kultfaktor!