Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?

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Auf der Jagd - 2018 Filmposter

In mehrfacher Hinsicht eine positive Filmüberraschung: Zunächst einmal geht es nicht, wie es naheliegend wäre, um Jägerbashing und/oder die Verniedlichung von Wildtieren, sondern um eine differenzierte Auseinandersetzung mit einer ganz besonderen deutschen Spezialität: mit dem Wald. Jägerinnen und Jäger kommen ebenso zu Wort wie Naturschützer und Biologen.

Dieser ganz besondere Spaziergang durch Deutschland zeigt wunderschöne Naturaufnahmen in selten gesehener Bildqualität und ist gleichzeitig hoch informativ. Neben Interviews sensibilisieren viele Daten und Fakten für eine Herausforderung, die mit der wachsenden Besiedlung einhergeht und sich nicht einfach durch mehr Naturschutzgebiete lösen lässt. Alice Agneskirchner gliedert ihren Film thematisch in mehrere, lose miteinander verbundene Teile, die jeweils für sich stehen und erst gemeinsam wirken: Landschaft und Jagd, das Tier als Nahrungsmittel, der Wolf als Rückkehrer in die Kulturlandschaft, der Kampf der Jäger gegen das Aussterben der Gams. Sie stellt als Autorin und Filmemacherin wichtige Fragen. Gibt es hierzulande überhaupt noch einen „natürlichen“ Bezug zum Tier? Auf diese und andere Fragen gibt es keine leichten Antworten, sondern es scheint, als ob immer mehr Fragen entstehen, und die schwierigste lautet: Wie wollen wir künftig unsere Welt verwalten? Mit ihrem Film, der mit einem sparsamen Kommentar auskommt (Sprecher: Patrick Winczewski), liefert Alice Agneskirchner wichtige Denkanstöße.

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