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VorschauSTART | 30.06.2022

Axiom

Berlinale 2022

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Julius (Moritz Treuenfels) ist ein redegewandter junger Museumswärter, der bei seinen Kolleg*innen und in seinem Freundeskreis sehr beliebt ist. Mit seinem Charme, seinen vielen faszinierenden Geschichten und seiner Leichtigkeit zieht er die Menschen in seinen Bann. Eines Tages lädt er seine Kolleg*innen zu einem Segeltörn auf dem Boot seiner adeligen Familie ein, von den er ihnen schon oft erzählt hat. Doch die Stimmung kippt. Julius ist nicht der, der er zu sein vorgibt. Auch seine Freundin Marie (Ricarda Seifried) merkt im Verlauf der Geschichte, dass sie nicht weiß, wer er wirklich ist. Nach und nach lassen die aufkommenden Irritationen seine nahestehenden Menschen fragen: Wer ist Julius?

Axiom ist ein vielschichtiges, einfühlsames Portrait eines charmanten jungen Mannes, dem man zunächst gerne folgt, bevor einem unversehens immer unwohler wird. Denn Julius’ dynamische Haltung zum Leben bringt allerhand Widersprüche mit sich, die den Zuschauer – wie die Menschen in Julius Umgebung – irritiert zurücklassen.

In seinem feinsinnig geschriebenen und inszenierten Film über Identität und Sozialverhalten setzt Jöns Jönsson (Prämierter Abschlussfilm: „Lamento“) die Idee vom „Fake it till you make it“ der Zerreißprobe aus. Julius beeindruckt mit Weltgewandtheit und Eloquenz, er verkörpert das moderne Ideal eines Menschen, der sich selbst ständig neu erfindet. Doch seine Verhaltensmuster stehen in Konflikt mit gesellschaftlichen Regeln. Mit einer Flexibilität, ähnlich der des Protagonisten, erkundet Axiom diesen verstörenden Widerspruch und zeichnet damit auch ein gesellschaftliches Portrait, da es soziale Fragen zu Einsamkeit und Zugehörigkeit spiegelt.

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