Back for Good

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Back for Good - 2017 Filmposter

Gleich mit ihrem Diplomfilm „Back for Good“ eröffnete die an der Filmakademie Baden-Württemberg ausgebildete Regisseurin Mia Spengler 2017 die Berlinale-Sektion Perspektive Deutsches Kino. Spenglers witzige Medien- und Gesellschaftssatire um eine C-Prominente auf dem absteigenden Ast punktet insbesondere mit der famosen Hauptdarstellerin Kim Riedle, der feinen Kameraarbeit von Falko Lachmund und der durchweg kompetenten Inszenierung.

Die Reality-TV-Karriere von Angie (Kim Riedle) geht gerade ziemlich den Bach runter. Nachdem die Anfang 30-Jährige als PR-Aktion einen Drogenentzug hinter sich gebracht hat, will sie einen Platz als Kandidatin im quotenstarken „Dschungelcamp“ ergattern. Doch als ihr Lover und Manager ihr den Laufpass gibt, rückt das TV-Comeback in weite Ferne und die von ihren vermeintlichen Freunden ignorierte Angie kehrt vorerst in ihr Heimatkaff zur Familie zurück.

In der alten Heimat warten ihre fordernde Mutter Monika (Juliane Köhler), die den illustren Lebenswandel der Tochter kritisch beäugt, und Angies jüngere Schwester Kiki (Leonie Wesselow), eine Epileptikerin, die mit der Pubertät und Cyber-Mobbing ringt. Als die herzkranke Mutter ins Krankenhaus kommt, muss Angie Verantwortung für Kiki übernehmen. In filmischer Hinsicht liefert Mia Spengler eine durchweg gelungene Arbeit ab. Dass Spengler bei allem Humor nie das Gefühlsleben ihrer Hauptfigur aus den Augen verliert, verleiht der Mediensatire eine gerade für ein Kinodebüt bemerkenswerte Vielschichtigkeit.