Bärenjagen
Deutschland | 2026 | FSK TBA
Filmfest München 2026

Vom Bären jagen und aufbinden: Eine kurzweilig ironische Historien-Satire mit charmantem Ensemble, erstaunlich aktuellen Themen, viel Sex und feministischem Unterton.
Deutschland im Jahr 1834. Revolution liegt in der Luft. Die Menschen hungern und haben die absolutistische Fürstenherrschaft satt. Rufe nach Meinungs- und Pressefreiheit werden immer lauter, die Landgendarmerie beginnt, die Kontrolle zu verlieren. Um das Volk abzulenken, ruft der überforderte Major eines kleinen Dorfes zur Jagd auf einen fiktiven Bären auf – mit hohem Preisgeld. Auch wenn ihm keiner glaubt, machen sich alle mit Flinten auf die Pirsch. Der Drucker Heinrich sieht die Gelegenheit gekommen, mit seiner geliebten Schwägerin nach Amerika durchzubrennen. Doch im Wald gerät erst Recht alles aus den Fugen…
Peter Meister (DAS SCHWARZE QUADRAT) bleibt der Satire treu, entführt uns diesmal aber 200 Jahre in die Vergangenheit, zum Vorabend der Märzrevolution. Deutschland ist noch dabei, sich zu finden, was alle eint, ist zunächst einmal die Unzufriedenheit. Neben dem heimlichen Fertigen illegaler Flugblätter wird dabei vor allem des Nächsten Weib und Gut begehrt, manch einer träumt von amerikanischer Demokratie, die Männer reden gern, während ihre Frauen wirklich etwas anpacken. Das Ensemble glänzt mit Situationskomik und wunderbar anachronistischen Dialogen, der absurde Soundtrack tut sein Übriges.


