Bring Her Back
Australien | 2025 | FSK 18

Nach TALK TO ME (2022) kehren die Philippou-Brüder mit einem weiteren Geniestreich des psychologischen Horrors zurück. BRING HER BACK erzählt von einem Bruder und einer Schwester, die in das abgelegene Haus ihrer neuen Pflegemutter ziehen, wo sie einem verstörenden Ritual auf die Spur kommen. Was als stille Beobachtung beginnt, verwandelt sich rasch in ein albtraumhaftes Kammerspiel aus Manipulation, Macht und Angst.
Statt auf plumpe Schockeffekte zu setzen, entfaltet der Film seine Wirkung über präzise gesetzte Bilder, dichte Atmosphäre und das stete Gefühl, dass etwas Unheimliches knapp außerhalb des Bildausschnitts lauert. Die Kamera bleibt nah an den Figuren, die Angst kriecht langsam, aber unaufhaltsam unter die Haut.
Sally Hawkins brilliert in einer ambivalenten Rolle, bei der einem das Lächeln im Hals stecken bleibt – so vielschichtig wie unheimlich. Auch das restliche Ensemble überzeugt mit intensiven, eindringlichen Leistungen.
BRING HER BACK ist Horror, der nicht schreien muss, um zu verstören. Die Gewaltmomente sind gezielt, roh und umso wirkungsvoller. Am Ende bleibt ein beklemmendes Gefühl der Ohnmacht und ein Film, der sich lange nach dem Abspann nicht abschütteln lässt. Ein düsteres, atmosphärisches Meisterwerk und der Beweis, dass die Philippou-Brüder gekommen sind, um dem modernen Horror ihre eigene Handschrift einzugravieren.


