VorschauSTART | 01.12.2022

Call Jane

Berlinale 2022

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Call Jane - 2022
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Einem leider wieder brandaktuellem Thema widmet sich Regisseurin Phyllis Nagy in ihrem Erstlingswerk CALL JANE – ein Plädoyer für das Recht der Frauen, mit einer Abtreibung über ihren eigenen Körper bestimmen zu können. Dabei kann die renommierte amerikanische Bühnen- und Drehbuchautorin mit Elizabeth Banks und Sigourney Weaver in den Hauptrollen mit prominenter Besetzung aufwarten.

Der an wahren Ereignissen orientierte Film spielt in den siebziger Jahren in Chicago, als Abtreibungen in den USA streng verboten waren. Ein Problem für die Hausfrau und Mutter Joy (Elizabeth Banks), deren wohlsituiertes Leben an der Seite eines gut verdienenden Anwalts durch eine späte Schwangerschaft in Gefahr gerät. Zufällig erfährt sie von der von der taffen Virginia (Sigourney Weaver) geführten Aktionsgruppe „Die Janes“, die sich zwar illegal, aber sehr erfolgreich für hilfesuchende ungewollt Schwangere einsetzt. Joy erhält hier die Hilfe, die sie braucht, und möchte nun ihrerseits die Gruppe unterstützen. Bald wird aus der braven Hausfrau, ohne dass ihre republikanisch orientierte Familie und ihre Freundinnen davon erfahren, eine engagierte Aktivistin und Frauenrechtlerin, die für das Selbstbestimmungsrecht der Frau kämpft.

Nagy gibt ihrem Film trotz des ernsten Themas eine heitere Note, was ihm die Schwere nimmt und gut konsumierbar macht. Nuanciert wird die langsame Wandlung der Protagonistin nachvollzogen bis zu ihrem Kampf für Frauen in ähnlicher, aber in finanzieller Hinsicht schwierigerer Situation als der ihren. Dabei wird nicht verschwiegen, dass das Aufeinanderprallen verschiedener sozialer Klassen innerhalb der „Janes“ durchaus zu Differenzen und Auseinandersetzungen führt, die aber im Sinne des gemeinsamen Ziels gelöst werden können.

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