Das Ding mit Federn
Großbritannien | 2025 | FSK 16
Berlinale 2025

Der plötzliche und unerwartete Tod seiner Frau zieht einem jungen Vater zweier Söhne den Boden unter den Füßen weg. Er verliert zusehends den Bezug zur Realität, als eine scheinbar bösartige Präsenz beginnt, ihn aus den dunklen Winkeln der Wohnung heraus zu bedrängen.
Was als Schreckensszenario beginnt, entwickelt sich zu einem Kampf zwischen der trauernden Familie und ihrem ungebetenen, unberechenbaren Hausgast und Peiniger: einer menschenähnlichen Krähe, die einer Illustration des Vaters, der von Beruf Comiczeichner ist, entsprungen zu sein scheint. Wochen und Monate verbringen der Vater und seine Söhne unter Belagerung durch die Krähe und sehen sich schließlich gezwungen, sich mit ihrer Trauer auseinanderzusetzen und mit dem neuen Familiengefüge vertraut zu machen.
Regisseur Dylan Southern, bislang vor allem mit Musikdokumentationen in Erscheinung getreten, adaptiert mit seinem Spielfilmdebüt den preisgekrönten Roman „Grief Is the Thing with Feathers“ von Max Porter (2015). Trauer und Verlust sind im Kino kein neues Thema, doch DAS DING MIT FEDERN findet dafür eine sehr eigene, metaphorische Bildsprache für das, wofür oft die Worte fehlen und wirft dabei aus wechselnden Perspektiven einen zutiefst emotionalen Blick auf einen Ausnahmezustand, den jede Familie anders durchlebt.


