Der Regenmeister
Schweden | 2025 | FSK 12

Mit seinem Film EIN MANN NAMENS OVE konnte Regisseur Hannes Holm nicht nur einen Erfolg in den Programmkinos verbuchen, sondern auch eine Oscar-Nominierung als bester ausländischer Film einheimsen. In DER REGENMEISTER stellt er nun einen weiteren „grumpy old man“ in den Mittelpunkt: Ingmar ist ein ehemaliger Theaterregisseur, der um seine kürzlich verstorbene Frau trauert. Er wird aus seiner Lethargie gerissen, als er im Garten einen geheimen Wasserhahn entdeckt, der das Wetter beeinflussen kann.
Ingmar lebt in einer kleinen, småländischen Gemeinde in Schweden. Wie überall im Land herrscht dort eine extreme Trockenheit. Eines Tages findet der verbitterte Witwer einen versteckten Wasserhahn, der es regnen lassen kann. Sein nerviger Nachbar Burman überredet ihn, daraus ein Geschäft zu machen, nicht ohne den Hintergedanken, seine geschiedene Frau zurückzuerobern. Sie planen mit der örtlichen Bürgermeisterin ein Regenfest, doch das droht ins Wasser zu fallen.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des schwedischen Autors und Schauspielers Jonas Karlsson, welcher auch am Drehbuch mitgewirkt hat. Die Hauptrolle spielt Robert Gustafsson, bei uns bekannt als „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand”.
Die Tragikomödie besticht mit schönen Landschaftsaufnahmen, einem skurrilen Plot, einer Prise Satire und Elementen des magischen Realismus. Die den Film durchziehende Melancholie wird durch ihren trockenen, nordischen Humor immer wieder aufgelockert. Auch ist der Versuch des Protagonisten, seine Trauer zu bewältigen, anrührend gespielt. Die Nebenfiguren wie Ingmars entfremdete Tochter Erika bleiben allerdings ein wenig blass und hätten in wenig mehr Tiefe verdient gehabt.


