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Die Kunst der Nächstenliebe

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Die Kunst der Nächstenliebe - 2018 Filmposter
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Mit seiner preisgekrönten Hauptdarstellerin Agnès Jaoui kann der französische Regisseur Gilles Legrand einiges riskieren. Sie verhindert, dass die Gratwanderung seiner raffinierten Tragikomödie über das „Helfersyndrom“ ins Zynische abgleitet und die Macht der Vorurteile zementiert, statt sie zu entlarven. Nicht umsonst hat die wunderbare Autorin und Filmemacherin zusammen mit ihrem Partner Jean-Pierre Bacrí die französische Sittenkomödie mit schlagfertigen Spitzfindigkeiten und einem Röntgenblick auf menschliche Eitelkeiten und Schwächen wiederbelebt.

Die 50jährige Isabelle (Agnès Jaoui) engagiert sich unermüdlich. Sie hilft bei gemeinnützigen Einrichtungen, rennt von der Kleiderspende zur Suppenküche und verteilt in Obdachlosen-Camps Handzettel, um Migranten für ihren kostenlosen Sprachkurs zu gewinnen. Leider landen ihre Flyer nicht selten zum Aufwärmen in den Feuertonnen. Doch davon lässt sich die Pariserin nicht entmutigen. In ihrem Sprachkurs versucht sie ihren Schützlingen so gut wie möglich zu helfen. Isabelles Lebenskonzept bekommt jedoch Risse als Konkurrenz auftaucht. Ausgerechnet eine Deutsche soll plötzlich Französisch unterrichten. Die blonde Elke Hammler (Claire Sermonne) ist auch noch superfreundlich und im Gegensatz zu Isabelle hat sie pädagogische Lehrmethoden studiert. Plötzlich verliert Isabelle Schüler. Gleichzeitig steigt die Angst, nicht mehr gebraucht zu werden.