Die Mittagsfrau

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DIE MITTAGSFRAU - 2022
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Die Verfilmung des Bestsellers von Julia Franck ist das eindrucksvolle Porträt einer Frau (programmkino.de: eindrucksvoll im Porträt einer Frau), die die große Liebe verliert und darüber droht, auch sich selbst zu verlieren. Mala Emde spielt Helene absolut brillant. Die über mehrere Jahrzehnte erzählte Geschichte ist dabei keine leichte Kost und wartet mit Vielem auf, was zwischen den Zeilen passiert. Der Zuschauer ist immer gefordert, sich auf die Geschichte und ihre Figuren einzulassen.

Helene und ihre Schwester Martha kommen in den wilden 20ern nach Berlin. Während Martha sich im Partyleben verliert, folgt Helene ihrem Traum. Sie will studieren und Ärztin werden. Dann kommt die Liebe dazwischen, und dann das Schicksal, denn das Land steht vor dem Umbruch. Helene, deren Mutter nicht nur als Geisteskranke eingesperrt, sondern auch noch Jüdin ist, muss sich selbst verleugnen, um zu überleben. Dabei gerät sie an einen Mann, der ein klassisches Verständnis der Rollenverteilung hat, womit Helene aber gar nicht zurechtkommt.

Der Film deckt einen Zeitraum von gut einem Vierteljahrhundert ab. Er beginnt in den fünfziger Jahren, als Helene auf einen Hof kommt und ihrem Gastgeber die Geschichte von der Mittagsfrau erzählt. Dann kehrt die Geschichte an den Anfang zurück, zeigt Helene und Martha als junge Mädchen und dann schließlich im Berlin der zwanziger Jahre, als die Freiheit grenzenlos ist, aber schon die ersten Schatten aufziehen. Die Schatten einer Zeit, in der niemand mehr frei ist.



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