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Die Tänzerin

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Die Tänzerin - 2016 Filmposter

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Sie inspirierte Mallarmé, Rodin und Toulouse-Lautrec, ebnete mit ihren legendären Auftritten im Pariser „Folies Bergère“ dem Modernen Tanz ebenso den Weg wie einem neuen Bild von Weiblichkeit auf der Bühne: Loïe Fuller geriet lange zu Unrecht in Vergessenheit. Ihrer Kunst wie auch ihrem bewegten Leben widmet sich Stéphanie di Giustos prominent besetztes Regie-Debüt, das vor allem visuell zu überzeugen weiß.

Zu verdanken ist dies Kameramann Benoît Debie, der mit den Filmen Gaspar Noés oder „Spring Breakers“ einmalige Formen von Sinnlichkeit inszeniert hat und auch hier, mit Fullers Serpentinentanz, ein passendes Sujet vorfindet. Mit einiger erzählerischer Freiheit kombiniert der Film klassische biographische Elemente, durchbricht diese aber durch seine junge Besetzung mit der Indie-Sängerin Soko und der 16jährigen Lili-Rose Depp. Diese setzt als ebenso talentierte wie berechnende Isadora Duncan, ihrerseits Wegbereiterin des sinfonischen Ausdruckstanzes, den Konflikthöhepunkt für die selbstunsichere, lesbische Avantgarde-Künstlerin. So dreht sich „Die Tänzerin“ nicht nur um eine faszinierende Kunstform und die Art Nouveau-Epoche, sondern vor allem um den schwierigen, oft gewaltvollen Kampf um ein weibliches Ausdrucksvermögen.