Disclosure Day- Der Tag der Wahrheit

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Disclosure Day - 2026
Vorführungen
Atelier
  • Do.09.07.
  • Fr.10.07.
  • Sa.11.07.
  • So.12.07.
  • Mo.13.07.
  • Di.14.07.
  • Mi.15.07.
  • Do.16.07.
  • Fr.17.07.
  • Sa.18.07.
  • So.19.07.
  • Mo.20.07.
Informationen

Gleich zwei große Hollywood-Filme befassen sich in der ersten Jahreshälfte 2026 mit dem Kontakt zwischen der Menschheit und außerirdischen Lebensformen. In der im März angelaufenen Romanverfilmung „Der Astronaut – Project Hail Mary“ verkörpert Ryan Gosling einen Wissenschaftler, der die dramatische Abkühlung der Erde verhindern soll und in den Weiten des Alls auf einen hilfsbereiten Alien trifft. In Spielbergs „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“, waren sie immer schon auf der Erde.

Der Titel spielt an auf die sogenannte Disclosure-Bewegung, deren Anhänger fest daran glauben, dass Regierungen, vor allem jene der USA, Beweise für die Existenz Außerirdischer besäßen, und sich dafür stark machen, dass diese Informationen zum Wohl der Allgemeinheit veröffentlicht werden. Spielberg selbst gab wiederholt zu Protokoll, dass er mehr denn je davon überzeugt sei, irgendwo da draußen müsse es anderes intelligentes Leben geben. Umgetrieben hat ihn diese Frage schon zu Beginn seiner großen Hollywood-Karriere in Filmen wie „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ und „E.T. – Der Außerirdische“. Deren Geist weht dann auch merklich durch „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“.

Die Handlung verteilt sich auf zwei zunächst parallel geführte Stränge, die natürlich irgendwann zusammenlaufen. Zum einen muss Cybersicherheitsexperte Daniel Kellner (Josh O’Connor), gemeinsam mit seiner überrumpelten Freundin Jane (Eve Hewson), die Flucht ergreifen, nachdem er seinem Arbeitgeber, der Nichtregierungsorganisation WARDEX, hochbrisante Daten und ein ominöses Objekt mit großer Wirkmacht gestohlen hat. Der Konzern, für den er bis vor kurzem tätig war, archiviert im Geheimen alle Unterlagen und Aufnahmen, die die Existenz von Aliens belegen, und hat sich zum Ziel gesetzt, das Material um jeden Preis unter Verschluss zu halten. Eine Enthüllung würde die Welt ins Chaos stürzen, prophezeit Leiter Noah Scanlon (Colin Firth), der seine Handlanger auf Daniel und Jane ansetzt.

Unterdessen gerät die in Kansas City wohnende TV-Meteorologin Margaret Fairchild (Emily Blunt) unverhofft in einen Strudel merkwürdiger Ereignisse. Nach der Begegnung mit einem Roten Kardinal, so der Name eines in Nord- und Mittelamerika beheimateten Singvogels, auf ihrem Esstisch verfügt sie plötzlich über superheldenartige Fähigkeiten. Sprachen, die sie bislang nicht beherrschte, spricht sie nun perfekt. Und noch dazu kann sie wildfremden Menschen regelrecht in die Seele schauen, weiß intimste Details über ihr Privatleben. Nach einem seltsamen Zwischenfall im Fernsehstudio landet Margaret im Krankenhaus, wo sie gleich die nächste erstaunliche Eingebung hat: Die Männer vor ihrem Zimmer sind keine FBI-Beamten, sondern WARDEX-Mitarbeiter und eine Bedrohung.

Allzu komplex ist der Plot, den Steven Spielberg und David Koepp aus dem Hut zaubern, sicher nicht. Große Fragen berührt er dennoch. Etwa jene nach dem Platz des Menschen im Universum, wenn die Existenz extraterrestrischer Wesen bewiesen wäre. Könnten wir damit nicht umgehen? Geriete die Welt außer Kontrolle, wie Scanlon orakelt? Oder aber eröffnete uns die Gewissheit neue Horizonte? Vielleicht gar die Möglichkeit, das Zusammenleben komplett zu überdenken, unsere Konflikte beizulegen? Am Ende von „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ scheint diese vielleicht etwas zu naive Hoffnung auf jeden Fall durch.

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