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Drei Zinnen

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Drei Zinnen 2017 Filmposter

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Drei Zinnen, so heißt das archaische Bergmassiv in Jan Zabeils gleichnamigen Film, eine Metapher für die aus drei Menschen bestehende Patchwork-Familie, deren Binnenverhältnis in diesem unmittelbaren, metaphorischen Drama seziert wird. Nach “Der Fluss war einst ein Mensch” gelingt ihm erneut ein Indie-Film mit Sogwirkung und Alexander Fehling in der Hauptrolle.

Anfangs scheint noch die Sonne, scheint das Glück noch über der dreiköpfigen Patchworkfamilie zu stehen, die aus Aaron (Alexander Fehling) besteht, einem schweigsamen Mann mit Vollbart, der Architekt sein soll, mit seinem massigen Körper aber mehr wie ein Naturbursche wirkt und damit ideal in die Bergwelt passt, die bald Schauplatz sein wird. Dort besitzt seine Partnerin eine Hütte, die sie wohl einst auch mit ihrem Ex George besuchte. Sie, die Frau (Berenice Bejo), bleibt namenlos, was durchaus bezeichnend ist, denn der Blick der Erzählung konzentriert sich schnell auf die männlichen Wesen. Neben Aaron ist das Tristan (Adrian Montgomery), der gut zehnjährige Sohn der Frau, zu dem Aaron ein liebevolles, inniges Verhältnis hat. Zumindest meistens, denn gerade in der Enge der Berghütte, wo das Trio ein paar Tage verbringen will und gemeinsam auf dem Erker schläft, wird Tristan immer mehr zum Störkörper. Extreme Emotionen brechen sowohl aus Aaron, als auch aus Tristan heraus, und so werden die sonst unterschwellig ausgetragenen Konflikte zu einer physischen Auseinandersetzung auf Leben und Tod, die der Archaik der Bergwelt entspricht. Ein dichtes, psychologisch genau beobachtetes Drama ist Jan Zabeil auch mit seinem zweiten Film gelungen.

Quelle: programmkino.de

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