Eine Matrosengeschichte
Dänemark, Island | 2026 | FSK 16

Im Stil skandinavischer Gothic-Erzählungen inszeniert Regisseur Kasper Kalle in seinem zweiten Spielfilm eine Liebe, die sich gegen alle Widrigkeiten behauptet – auch gegen den Tod.
Baldur, ein junger Fischer lebt eine gottesfürchtige Existenz in einem kleinen Dorf auf den Färöern. Der Alltag ist geprägt vom Kampf gegen die Natur, der unzählige Männer zum Opfer fielen, wie auch sein Vater schon. Während eines Sturms rettet er Helge aus den Fluten. Der dänische Matrose lebt daraufhin mit Baldur und seiner Mutter. Während diese in ihm einen potentiellen Ehemann für sich selbst sieht, bringt Helge auch in Baldur lange unterdrückte Gefühle an die Oberfläche. Doch als die beiden von einer Tragödie auseinandergerissen werden, entfesselt Baldurs Sehnsucht eine mystische Kraft aus dunkler Vorzeit.
Der Film basiert auf der Kurzgeschichte „Manor“ (1884) von Karl Heinrich Ulrichs, eines der ersten modernen literarischen Werke, das schwules Begehren explizit benennt. „Eine Matrosengeschichte“ ist schaurig-schönes Kino zum Schmachten: Model Egor Venned brilliert in seiner Debütrolle als Baldur und wurde beim Fantasia International Film Festival mit dem Preis für die Herausragende Schauspielerische Leistung ausgezeichnet.