Electric Girl

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Mia lebt von der Hand in den Mund. Ihr Studium hat sie hingeschmissen, sie jobbt in einer Bar und übt sich nebenher als Poetry-Slammerin. Dann bekommt sie eine Chance als Synchronsprecherin bei einer Zeichentrickserie. Hier ist sie eine Superheldin, die die Welt vor einer finsteren Bedrohung retten muss, von der nur sie etwas weiß. Nach und nach verschwimmen für Mia die Grenzen zwischen Job und Realität. Sie glaubt immer mehr an die Wahrheit der Bedrohung und daran, dass sie wirklich Superkräfte hat. Abgeschottet vom Rest der Welt plant sie einen großen Coup, der fatale Folgen haben könnte…

Die Geschichte einer handfesten Psychose und eine Geschichte vom Verlorensein in der der großen Stadt, elektrisierend und fetzig erzählt wie ein Comic – und das ist kein Zufall: Regisseurin Ziska Riemann ist selber Comic-Zeichnerin. Sie erschafft eine von vornherein verzerrte Welt, in die uns die Protagonistin ohne Umschweife hineinzieht. Victoria Schulz, seit „Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern“ bekannt für unangepasste, polarisierende Rollen, gelingt es, uns zunächst für die quirlige junge Frau zu begeistern, bevor uns langsam dämmert, dass sie eigentlich dringend Hilfe braucht. Ein starker Film, der mit der Zeit eine überraschende Tiefe und Tragik entwickelt, die man zunächst hinter all dem Pop nicht erwartet.