VorschauSTART | 22.12.2022

Ennio MorriconeDer Maestro

Venedig 2021

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Ennio Morricone - 2022
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Ennio Morricone (1928-2020) war einer der einflussreichsten Filmmusik-Komponisten aller Zeiten. Mit Musik zu über 400 Kinofilmen und Fernsehproduktionen hält er den Rekord allein schon an der Menge. Bekannt vor allem für seine Soundtracks zu Italo-Western der 1960er Jahre revolutionierte er mit seinem innovativen Einsatz von ungewöhnlichen Instrumenten und Geräuschen die Herangehensweise an die musikalische Interpretation der Bilder von Grund auf. Kurz vor seinem Tod setzte Kollege Giuseppe Tornatore (CINEMA PARADISO) ihm mit diesem Film ein gewaltiges und liebevolles Denkmal.

Der Originaltitel „Ennio“ trifft es besser: Hier lernen wir den „Maestro“ ganz persönlich und privat kennen. Im heimischen Arbeitszimmer zwischen ein paar Dehnübungen schwelgt der inzwischen über Neunzigjährige in Erinnerungen an sein Leben, erzählt Anekdoten und singt herrlich schief seine eigenen Kompositionen und genialen Einfälle nach. Ein vor allem sehr sympathischer und trotz allem bescheidener alter Mann ist es, der da in seinem Sessel sitzt und uns seine Geschichte selbst erzählt: vom kleinen Jungen, der wider Willen Trompete lernen musste, über den aufmüpfigen Arrangeur, der bei RCA dem Italopop zum Erfolg verhalf, bis hin zum gefeierten Filmmusik-Komponisten, der eigentlich immer etwas anderes machen wollte. Ergänzt durch jede Menge Zeitkolorit sowie durch Kommentare von Zeitgenossen und Kollegen wie Sergio Leone, Bernardo Bertolucci und John Williams ein filmisches Nachschlagewerk, das seinesgleichen sucht.

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