Enzo
Frankreich, Italien, Belgien | 2025 | FSK 16

Enzo ist ein Coming-of-Age-Film über einen Jungen aus reichem Hause, der eine Arbeit auf dem Bau einer Akademiker-Karriere vorzieht und damit die Erwartungen seiner Eltern durchkreuzt. Intelligent und zartfühlend integriert der Regisseur auch die Geschichte einer ersten Liebe.
Der 16-jährige Enzo (Eloy Pohu) lebt mit seinen Eltern in einer Villa an der Cote d’Azur. Während sein Bruder auf dem Sprung zu einem Studium an einer Elite-Uni ist, hat Enzo gerade die Schule geschmissen und eine Lehre als Maurer begonnen. Er möchte gerne mit seinen Händen arbeiten, argumentiert er, doch stößt er dabei nicht auf die Begeisterung seiner Eltern und seines Lehrherrn. Seine Eltern haben eine standesgemäße Hochschulkarriere für ihn geplant, sein Ausbilder hält ihn für zu langsam und ungeschickt.
Enzo geht noch aus einem anderen Grund morgens gerne zur Arbeit: sein charismatischer Kollege Vlad. Der Ukrainer hat sich nach Frankreich abgesetzt, weil er nicht für sein Heimatland in den Krieg ziehen will. Vlad ist freundlich zu Enzo, hilft ihm wo er kann. Bald führen die beiden substantielle Gespräche über das Leben, die Enzo in seinem Elternhaus so sehr vermisst. Der Junge verliebt sich in den älteren Kollegen, ohne zunächst seine Gefühle benennen zu können. Erste auch körperliche Annäherungsversuche führen jedoch zum Desaster, denn der heterosexuelle Vlad ist alles andere als geneigt darauf einzugehen, reagiert erschreckt und abweisend. Kann die Freundschaft der beiden dennoch Bestand haben?


