Exit 8
Japan | 2025 | FSK 16
Cannes 2025

EXIT 8 ist die Adaption des gleichnamigen Escape-Videospiels, das 2023 veröffentlicht wurde und weltweit viral ging. Es ist der zweite Spielfilm von Genki Kawamura, der sich bereits als Produzent (u.a. der Netflix-Serie „The Makanai“ von Hirokazu Kore-eda und des Animationsfilms SUZUME von Makoto Shinkai) und Romanautor („Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“) einen Namen gemacht hat. Die Hauptrolle spielt der japanische Sänger und Schauspieler Kazunari Ninomiya. Produziert wurde EXIT 8 von dem prestigeträchtigen Tōhō-Studio, das zuletzt mit GODZILLA MINUS ONE große Erfolge feierte.
Hauptfigur ist ein junger Mann, der gerade Vater wird. Vielleicht bemerkt er deshalb eine junge Frau in der U-Bahn, die beschimpft wird, weil sie ihr ständig schreiendes Baby nicht beruhigen kann. Er überlegt kurz einzugreifen, unternimmt aber dann doch nichts. Als er die U-Bahn verlassen will, folgt er dem Wegweiser, auf dem “Exit 8” geschrieben steht. Doch der weiß getünchte Gang führt ihn am Ende wieder zum Ausgangspunkt, dem Wegweiser. Egal welchen Weg er einschlägt, er landet immer wieder an diesem Punkt. Dabei begegnet ihm immer wieder ein Mann, der nicht ansprechbar ist. Manchmal lassen sich gewisse Türen öffnen oder Werbeplakate hängen in der falschen Reihenfolge. Alles wenig hilfreiche Hinweise.
Interessant wird es erst, als er einem kleinen Jungen begegnet, der seine Mutter verloren hat. Ab jetzt suchen sie gemeinsam den Ausgang. Eine Suche, die immer unangenehmer wird, zum Beispiel als ihnen ein schwarzer Kater über den Weg läuft oder plötzlich das Licht ausgeht. Am Ende gibt es sogar einen Notfallalarm und der U-Bahn-Tunnel wird mit Wasser geflutet. Jetzt muss sich unser Protagonist entscheiden, ob er sich um den Jungen kümmert oder lieber sein eigenes Leben rettet.
EXIT 8 fängt den unheimlichen Sog des BACKROOMS-Phänomens ein und macht aus einem scheinbar gewöhnlichen U-Bahn-Gang einen Ort ohne Entkommen, der den verirrten Reisenden in eine Spirale aus Angst und Paranoia stürzt. Regisseur Genki Kawamura erzählt in spannenden Ellipsen, die zu einem unheimlichen Kino-Trip führen, der einen von der ersten Minute an in seinen hypnotischen Bann zieht und sich auch als Parabel auf die Ängste vor einer bevorstehenden Vaterschaft lesen lassen.


