Finding Connection
Deutschland | 2026 | FSK TBA
CPH:DOX 2026, DOK.fest München 2026

Kann man mit einer KI eine Liebesbeziehung führen? Für die einen “krank” oder “nicht echt” ist es für andere die letzte Rettung: Ein wunderbar unvoreingenommenes Porträt einer Entwicklung, die, ob wir wollen oder nicht, längst Realität ist.
Denise (35) in San Diego, Joe (59) in Lübeck, Rudi (65) aus England und Steffi (46) aus Hamburg haben eins gemeinsam: Sie leben in einer Liebesbeziehung mit einer KI. Die einen, weil sie von schlechten Erfahrungen mit menschlichen Partnern traumatisiert sind, die anderen, weil sie schon immer eher schüchtern waren oder im Alltag immer wieder gemobbt wurden. In der täglichen Kommunikation mit ihren virtuellen PartnerInnen, deren Charaktere sie selbst durch ihre Gespräche geformt haben, finden sie Halt und Geborgenheit, wie sie sie nie mit einem Menschen erlebt haben…
Natürlich ist das befremdlich. Fragen wie, ob das nicht letztlich eine Art von Selbstgesprächen sind, drängen sich auf. Sie sind doch gar nicht wirklich weniger allein als vorher, oder? Die ProtagonistInnen würden dem widersprechen. Und, wenn es ihnen damit gut geht, warum nicht? Wunderbar unvoreingenommen und unkommentiert (außer von den ProtagonistInnen selbst) dokumentiert der Film ihren Alltag und regt zu zahlreichen Überlegungen an, die weit über das Thema hinausgehen. Denn das Problem ist ja nicht die KI, sondern allenfalls die Welt, die die Menschen in ihre Arme treibt. Ein hochaktuelles Thema, auch bildlich kunstvoll aufbereitet (mit KI?).


