Finding Emily
Großbritannien | 2026 | FSK 6

Die nasskalten, lebendigen Straßen von Manchester bilden die Kulisse für eine Partynacht mit weitreichenden Folgen. Nach einem intensiven Kennenlernen glaubt der junge Musiker Owen, in Emily seine absolute Traumfrau gefunden zu haben. Doch der bittersüße Haken folgt am nächsten Morgen: Eine Ziffer der aufgeschriebenen Telefonnummer ist falsch. Auf seiner verzweifelten Suche an der örtlichen Universität gerät Owen ausgerechnet an die falsche Emily, eine ehrgeizige Psychologiestudentin, die ihm scheinbar selbstlos hilft, die Nadel im Heuhaufen zu finden.
Regisseurin Alicia MacDonald inszeniert dieses charmante Jugendchaos mit feinem Gespür für humorvolle Dynamiken. Hinter der vordergründigen Jagd nach der Richtigen verbirgt sich eine kluge Reflexion über die selektive Wahrnehmung. Der Film stellt die essenzielle Frage, was wir im Leben eigentlich wirklich finden und was wir oft direkt vor unseren Augen übersehen, weil wir zu verbissen an einem ganz bestimmten Trugbild hängen. Getragen von einem dynamischen Rhythmus gelingt MacDonald ein wunderbarer Spagat. Das Campus-Chaos sorgt für reichlich amüsante Momente, während die Erzählung gleichzeitig das Herz am rechten Fleck behält. Eine frische, ehrliche und unbeschwerte Liebeskomödie, die zeigt, dass die besten Entdeckungen meistens ungeplant passieren.


