Flieg steil
Deutschland | 2024 | FSK 16

Das Berliner Indie-Drama erzählt von zwei Menschen, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten: eine Neonazi-Feministin, die mit ihrer Queerness aneckt, und ein anarchistischer Krawall-Punk, der einen Angriff auf eine rechte Kneipe plant. Zwischen beiden entsteht eine ungewöhnliche Verbindung.
Rudi (Alexander Merbeth) und Konnie (Ceci Chuh) sind zwei Außenseiter an unterschiedlichen Rändern. Der Alt-Punk will durch die Zerstörung einer Nazikneipe Unsterblichkeit in seiner Szene erlangen, verstößt während der Vorbereitungen aber die letzten ihm nahestehenden Menschen – darunter seinen Sohn August. Konnie ist eine Nazi-Rockmusikerin, die keinen Hehl aus ihren Überzeugungen macht. Doch seit sie Bezüge zu Body Positivity und LGBTQ-Themen in ihre Musik einbaut, stehen ihr Gleichgesinnte feindselig gegenüber, ihr Ruf bröckelt.
FLIEG STEIL ist kompromisslos-exzentrisches Underground-Kino, das sich einer klaren Gut-Böse-Zuschreibung verweigert. Das Debüt von Martina Schöne-Radunski und Lana Cooper handelt nur vordergründig von Politik, tatsächlich geht es um Selbstfindung und Zugehörigkeit – genau danach sehnen sich Konnie und Rudi, die trotz aller Unterschiede in ihrer Sehnsucht nach Akzeptanz geeint sind.


