Führer und Verführer

Filmfest München 2024

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Führer und Verführer - 2023
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Informationen

Ohne Propaganda wäre das Dritte Reich nicht möglich gewesen: jahrelange Indoktrination der Bevölkerung, antisemitische Filme, Diffamierungen, Medienberichte. Hauptverantwortlicher für den folgenschweren “Erfolg” dieser Propaganda war Joseph Goebbels, der nun im Zentrum von Joachim A. Langs Film FÜHRER UND VERFÜHRER steht.

Ungefähr von 1938 bis zum Kriegsende 1945 reicht die Erzählung, die anhand von umfassenden Recherchen versucht, ein möglichst genaues Bild der Ereignisse nachzuzeichnen. Im Mittelpunkt steht dabei Joseph Goebbels (Robert Stadlober), der mit anderen Nazi-Größen um die Aufmerksamkeit von Adolf Hitler (Fritz Karl) buhlt. Gewisse Widersprüche zwischen Goebbels und Hitler belasten das Verhältnis des Duos, besonders dann, wenn die tatsächliche Realität der durch die Propaganda erzeugten vorgetäuschten Realität allzu sehr widerspricht. Gegen Ende des Krieges geht es Goebbels mit seiner Propaganda mehr und mehr darum, der Nachwelt sein Bild des Dritten Reiches zu hinterlassen. Dazu gehört auch der Untergang. 

Lang reißt interessante und diskussionswürdige Aspekte an, doch die allzu große Vorsicht in der filmischen Umsetzung, die in jedem Moment deutlich zu spürende Sorge, keinen Fehler zu begehen, keine Klischees zu bedienen, steht dem künstlerisch ambitionierten Film teilweise im Wege. Trotzdem hat das Doku-Drama – als welches man den Film verstehen sollte – spannende Ansätze und behandelt mit Blick auf Propaganda und Fake News ein Thema, welches nie zu oft besprochen werden kann. 

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