Geliebte Köchin

Beste Regie, Cannes 2023

Infos Vorführungen

GELIEBTE KÖCHIN - 2023
Vorführungen
Bambi
  • Do29.02.
  • Fr01.03.
  • Sa02.03.
  • So03.03.
  • Mo04.03.
  • Di05.03.
  • Mi06.03.
  • Do07.03.
  • Fr08.03.
  • Sa09.03.
  • So10.03.
  • Mo11.03.
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Kino à la carte: Kaffeetafel

Präsentiert von Pure Note und dem Metropol Kino

Metropol Logo 2022
Di12.03.2414:30

35,00/33,00
Normal / Gildepass
zzgl. evtl. Logenzuschlag 1,- EUR

Informationen

Vor über dreißig Jahren debütierte Trần Anh Hùng mit DER DUFT DER GRÜNEN PAPAYA in Cannes und gewann gleich die Caméra d'Or für das Beste Erstlingswerk. Über all die Jahre ist er seinem Sujet treu geblieben, auch wenn er sein exotisches Flair eingebüßt und einen durch und durch französischen Film vorgelegt hat. Benoît Magimel spielt hier im Frankreich des 19. Jahrhunderts den berühmten Gourmet Dodin Bouffant, der unsterblich in seine langjährige Köchin Eugénie (Juliette Binoche) verliebt ist.

Doch zum Vollzug dieser Liebe kommt es eigentlich nie, da die beiden unentwegt mit Kochen beschäftigt sind. Tran Anh Hun schwelgt geradezu in einer pittoresken Küchenausstattung ohne Strom und ohne fließend Wasser, dafür mit unzähligen Kupferpfannen und anderen Utensilien, die wir fortan über zwei Stunden in Aktion sehen. Wir schauen den beiden zu, wie sie frische Lebensmittel im Garten ernten, sie in der Küche vorbereiten, um sie in scheinbar endlosen Prozeduren zu wahren Köstlichkeiten zu verarbeiten. Eine Ode an die französische Küche, die einen vergessen lässt, dass Hun gar keine Geschichte erzählt, sondern ausschließlich damit beschäftigt ist, uns das Wasser im Mund zusammenlaufen zu lassen. Damit erinnert er an CHOCOLAT, der ähnliche Qualitäten hatte und zu einem veritablen Programmkino-Erfolg wurde. //Kalle Somnitz

 

 

Mit „Geliebte Köchin“ kommt der vielleicht kulinarischste Film aller Zeiten in die Kinos: außergewöhnlich geschmackvoll, üppig und appetitanregend in seiner Bildsprache, und zusätzlich geht es auch inhaltlich um die Essenz der Kulinarik – ums Kochen, ums Essen, um den Genuss und um die Liebe. Ganz großes Koch-Kino also mit der wunderbaren Juliette Binoche in der Hauptrolle.

Wenn Mann und Frau gemeinsam in der Küche stehen, geht es nicht immer harmonisch zu. Doch in der riesigen Küche des Landhauses von Feinschmecker Dodin Bouffant (Benoît Magimel) ist kein böses Wort zu hören, wenn die Köchin Eugenie (Juliette Binoche) mit seiner Hilfe die köstlichsten Gerichte zubereitet. Das liegt nicht nur daran, dass die Beiden kulinarisch auf einer Wellenlänge liegen, sie sind darüber hinaus seit vielen Jahren auch ein Liebespaar. Das ist für die damalige Zeit – der Film spielt im ausgehenden 19. Jahrhundert – ziemlich überraschend, und ebenso überraschend ist es, dass Eugenie seit Jahren Dodins Heiratsanträge freundlich, aber bestimmt ablehnt. Aber Dodin lässt nicht locker, und wer weiß … vielleicht wird sie ja eines Tages zustimmen?

Vor dem Hintergrund dieser spannenden Liebesgeschichte veranstaltet Regisseur Trần Anh Hùng ein Feinschmecker-Happening, das seinesgleichen sucht. Wer nicht gerade als Asket durchs Leben wandert, schaut fasziniert und erstaunt zu, wie diese vom guten Essen besessenen Menschen einfache und komplizierte Gerichte ersinnen, zubereiten und mit größtmöglichem Genuss verzehren. Dabei spielen die frischen Zutaten eine ganz besondere Rolle, Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, frischer Fisch direkt aus dem See – sie zeigen eine wunderschöne Vielfalt der saisonalen und regionalen Kochkunst ebenso wie Eugenies und Dodins Verbundenheit mit den Geschenken der Natur. Die von Sternekoch Pierre Gagnaire extra für diesen Film kreierten Gerichte sind traumhaft schön anzusehen und könnten theoretisch sogar einigen Schauspielern Konkurrenz machen. Doch vor Juliette Binoches Schauspielkunst müssen Gagnaires Gourmandisen kapitulieren: Gegen die Zärtlichkeit, mit der sie Fisch, Fleisch, Gemüse und ihren Lebensgefährten behandelt, haben sie keine Chance. Dabei wird Benoît Magimel zu ihrem kongenialen Partner, der vor allem im letzten Drittel des Films brillieren darf.

Trần Anh Hùng hat mit GELIEBTE KÖCHIN eine einzigartige Hymne an die Liebe und an die Lebenslust gedreht. Er zelebriert nicht nur das Handwerk des Kochens, der Nahrungsmittelzubereitung als wichtigen Bestandteil des täglichen Lebens, und das Essen als Symbol für Nähe und Verbundenheit, sondern er spürt auch den Wurzeln des Menschseins nach, er sucht und findet Ursachen und Symptome für Liebe, Trennung und Schmerz. Und er formt daraus ein ungewöhnliches und sehr beeindruckendes Porträt der bürgerlichen Gesellschaft im Frankreich des 19. Jahrhunderts – ein wunderbar liebevoller Film voller Zärtlichkeit und sanfter Leidenschaft. //Programmkino.de

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